Michael Hauser trifft CH – EU – Stakeholders in Brüssel

Von: Christoph Blättler

19.02.10

Am 4. und 5. Februar 2010 trafen sich in Brüssel Michael Hauser, seit Anfang Jahr Präsident des europäischen Dachverbandes der Werkzeugmaschinenhersteller (CECIMO), und Botschafter Jacques de Watteville, Ständiger Vertreter der Schweiz bei der Europäische Union zu einem Gedankenaustausch. Im Zentrum der Gespräche standen die Bedeutung der Werkzeugmaschinenindustrie sowie aktuelle europapolitische Fragen.

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In den von Swissmem organisierten Gesprächen mit dem Chef der Schweizer Mission bei der EU, Botschafter Jacques de Watteville und seinem Mitarbeiterstab erläuterte CECIMO-Präsident Michael Hauser die Bedeutung der Werkzeugmaschinen. Auch wenn sich dies über die Zahlen momentan nicht wirklich ausdrücke, bilde dieser Industriezweig das Rückgrat der industriellen Produktion schlechthin. So habe die Schweizer Werkzeugmaschinenindustrie mit ihren rund 12'000 Arbeitsplätzen im vergangenen Jahr Produkte im Wert von rund 6 Milliarden Franken hergestellt, was rund 8 Prozent der gesamten Produktion der Schweizer MEM-Industrie entspreche.

 

Damit spiele die Schweizer Werkzeugmaschinenindustrie zusammen mit jener in Deutschland und Italien weltmarktmässig eine zentrale Rolle. Hauser zeigte sich denn auch sehr interessiert an der Entwicklung des europäischen Rechts, da dieses für die wirtschaftliche Zukunft der Branche von grundlegender Bedeutung sei. Es sei unbedingt zu verhindern, dass zusätzliche Reglementierungen die Industrie noch weiter belasteten. Vielmehr sei auch in der europäischen Gesetzesentwicklung darauf hinzuwirken, dass die unternehmerische Verantwortung eine grössere Bedeutung erhalte.

Botschafter de Watteville seinerseits betonte, dass ihm die Bedeutung der Industrie, insbesondere der Maschinenindustrie, durchaus bewusst sei. Dies sei, so de Watteville, leider nicht überall erkannt. Es sei deshalb von grösster Bedeutung, der Stimme der Maschinenindustrie grösseres Gewicht zu verleihen, um bei den zuständigen Stellen in Brüssel vermehrt Gehör für die eigenen Anliegen zu erhalten. In diesem Sinne begrüsste der Schweizer Vertreter bei der Europäischen Union die Etablierung regelmässiger Gespräche mit dem CECIMO-Präsidenten sowie den Vertretern der Schweizer Maschinenindustrie.

Das Gespräch mit dem Schweizer Botschafter machte auch klar, dass die Position der Schweiz in Brüssel in den letzten zehn Jahren alles andere als einfacher geworden ist und dass der Tag eines möglichen «Verhandlungs-Dead-Locks» erschreckend nahe zu sein scheint. Michael Hauser zeigte sich beeindruckt von der Klarheit und Kongruenz der verschiedenen unabhängigen Aussagen von Schweizer Stakeholdern in Brüssel. Für ihn ist es kurzfristig eine der wichtigsten Aufgaben von Swissmem, das Bewusstsein für die auch für die Schweizer Maschinenindustrie potentiell bedrohliche europäische Grosswetterlage sowohl bei den Politikern als auch in der Allgemeinheit zu schärfen.

Am Vorabend der offiziellen Gespräche hatte sich CECIMO-Präsident Michael Hauser mit Vertreterinnen und Vertretern der in Brüssel akkreditierten Schweizer Medien zu einem offenen Gedankenaustausch getroffen mit dem Ziel, den Beginn seiner zweijährigen Präsidentschaft für eine Profilierungsinitiative der Schweizer Werkzeugmaschinenindustrie zu nutzen, aber auch die direkten Kommunikationswege der in Brüssel anwesenden CH-Stakeholder zu und von CECIMO zu eröffnen. Der Besuch wurde sowohl von der Schweizer Mission an der EU, den ständigen Vertretern von economiesuisse, wie auch von den in Brüssel residenten Journalisten sehr positiv aufgenommen.

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