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Ansprechpartner Dr. Sonja StuderDr. Sonja Studer
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Das Fachkräftepotenzial nutzen: Diversity Benchmarking für die MEM-Branche – jetzt anmelden!

Wie steht es um die Talentvielfalt in Ihrem Unternehmen? Wo können Massnahmen ansetzen? Zusammen mit dem Competence Center für Diversity & Inclusion der Universität St. Gallen führt Swissmem erstmals einen Benchmark durch. Teilnehmende Firmen erhalten eine Standortbestimmung inklusive Handlungsempfehlungen. Melden Sie sich bis zum 14. März an.

Mitarbeitende sind das Wertvollste, das Unternehmen haben. Sie sind mit ihrem Wissen, ihren Erfahrungen, ihrem Können und Fertigkeiten das Herzstück jeder Firma. Motivierte und gut qualifizierte Mitarbeitende bestimmen den Erfolg eines Unternehmens. Sie zu gewinnen, zu fördern und an das Unternehmen zu binden, ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit – und eine grosse Aufgabe für jede Organisation.

Die Unternehmen der MEM-Branche stehen hier vor einer ganz besonderen Herausforderung: Die Branche leidet unter Fachkräftemangel und nutzt Potenziale (insbsondere im Bereich Diversity und Inclusion) noch ungenügend. Zwar hat die Corona-Krise 2020 zu einer zeitweiligen Entspannung der Lage geführt, aber bereits 2021 spitzte sich die Situation bei den Ingenieurberufen, den Informatikberufen sowie den Techniker/innen bereits wieder zu.  Sie stehen auf dem Fachkräftemangel-Index der Schweiz ganz oben. Besonders KMU melden, dass es schwierig ist, passende Fachkräfte zu rekrutieren.

Mehr Frauen in die Industrie

Wie kann die MEM-Branche dem Fachkräftemangel begegnen? Und wie ein einzelnes Unternehmen? Nach wie vor sind Frauen in vielen MINT-Berufen untervertreten. Der Fachkräftemangel könnte also (unter anderem) dadurch gemildert werden, wenn mehr Frauen diese Berufe ausüben Swissmem engagiert sich hier bereits («Mehr Frauen in die Industrie») und setzt etwa auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, verfolgt überdies strategische Optionen wie Nachwuchsförderung, Weiterbildung älterer Mitarbeitender und Re-Integration. Konkrete Beispiele sind die «MEM-Passerelle 4.0, das Engagement bei den jährlichen «Zukunftstagen», die Reformprojekte in der Berufsbildung oder die neue Partnerschaft mit dem Arbeitgebernetzwerk «focus50plus».»

Wo können Sie in Ihrem Unternehmen ansetzen?

Für betroffene Unternehmen ist es oft schwieriger dem Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen. Verantwortliche Führungskräfte wissen oft nicht, wo sie ansetzen sollen, um z.B. vermehrt Frauen als Fachkräfte zu gewinnen. In der Folge wird gerne nach dem «Giesskannenprinzip» ein wenig hier und ein wenig dort in Einzelaktionen investiert. Dies meist ohne nachhaltigen Erfolg - Energie und das Engagement verpuffen. Unternehmen greifen lieber auf Bewährtes zurück und laufen Gefahr bereits vorhandene, wertvolle Talente zu «übersehen». Wer sich nicht zugehörig und wertgeschätzt fühlt, wandert ab – wertvolles Fachkräftepotenzial geht dem Unternehmen verloren.

Der Diversity-Benchmark als Orientierungshilfe

Hier will Swissmem mit dem St.Gallen Diversity Benchmarking Lösungen anbieten. Am Competence Center für Diversity & Inclusion der Universität St.Gallen (kurz CCDI) werden die Personaldaten von Unternehmen anonymisiert analysiert und Aspekte wie Rekrutierung, Karriereverläufe und die Mitarbeiterbindung betrachtet. So wird ersichtlich, was einem einzelnen Unternehmen beim Gewinnen neuer Mitarbeitender bereits gut gelingt, aber auch wo «der Schuh drückt».

Konkrete Handlungsempfehlungen

Durch die Teilnahme am Benchmarking erhalten die Führungskräfte Ihres Unternehmens nicht nur eine Standortbestimmung, sondern auch auf die Situation im Unternehmen abgestimmte Handlungsempfehlungen. Die Expertinnen und Expertinnen des CCDI zeigen Ihnen auf, wie Sie die Rekrutierung, die nachhaltige Förderung von Talenten und die Mitarbeiterbindung verbessern können. So können Sie als Unternehmen zielgerichtete Massnahmen verabschieden, um die Talentpipeline auszuschöpfen und qualifizierte Mitarbeitende zu halten. Ergänzend erhalten Sie bei einer Teilnahme das HSG-Label «We participate». Dieses belegt Ihr Engagement und kann fürs Employer Branding verwendet werden.

Das Benchmarking fördert zudem den brancheninternen Austausch: Im Fachtreffen im Sommer lernen Sie die Resultate des MEM-Benchmarking und branchenspezifische Best Practices kennen. Die Benchmarking-Ergebnisse helfen Swissmem zudem, auf die Branche zugeschnittene Massnahmen zu ergreifen, die der gesamten Industrie zugutekommen. Und schliesslich wird Swissmem auch Möglichkeiten für den Erfahrungsaustausch unter teilnehmenden Unternehmen aufbauen, wo Erkenntnisse und «Best Prectice» geteilt und weitergegeben werden können. So werden gleich mehrere Ziele auf einmal erreicht: Die Branche erhöht ihre Attraktivität nach aussen, und zugleich werden Hindernisse im Bereich der Vereinbarkeit erkannt und aus dem Weg geräumt, um mehr Frauen für die Industrie als Fachkräfte zu gewinnen. Ihr Unternehmen profitiert somit doppelt von einer Teilnahme am Diversity Benchmarking 2022 für die MEM-Branche.

Jetzt anmelden

Weitere Informationen zum Benchmarking und ein Erklärvideo auf https://www.diversitybenchmarking.ch/

Anmeldungen bitte direkt an Jérémie Fleury bis 14. März, Universität St.Gallen: jeremie.fleurynoSpam@unisg.ch

Bei Fragen melden Sie sich bitte bei:

Swissmem Geschäftsstelle
Dr. Sonja Studer, Bereichsleiterin Bildung (für Anfragen in Deutsch), s.studernoSpam@swissmem.ch
Kareen Vaisbrot, Bereichsleiterin Arbeitgeberpolitik (für Anfragen auf Französisch), k.vaisbrotnoSpam@swissmem.ch

Competence Center für Diversity & Inclusion, Universität St.Gallen:
Nicole Niedermann, Head of Benchmarking & Senior Project Manager, nicole.niedermannnoSpam@unisg.ch

Quellen

Fachkräftemangel Index Schweiz 2021 der Adecco Gruppe und des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich, https://www.stellenmarktmonitor.uzh.ch/de/indices/fachkraeftemangel.html
Studie Credit Suisse «Strategien gegen den Fachkräftemangel. Erfolgsfaktoren für Schweizer KMU 2017», https://www.credit-suisse.com/media/assets/private-banking/docs/ch/unternehmen/unternehmen-unternehmer/publikationen/erfolgsfaktoren-fuer-schweizer-kmu-2017-de.pdf
Vgl.: 2019 lag lt. BfS der Frauenanteil bereits in der beruflichen Grundbildung im Bereich Ingenieurwesen und Technik bei nur 7.4 Prozent und in der Informatik sogar nur bei 7.2 Prozent. Berufliche Grundbildung nach Bildungsfelder - 2019 | Diagramm | Bundesamt für Statistik (admin.ch)
U.a. https://www.stellenmarktmonitor.uzh.ch/de/indices/fachkraeftemangel.html
Vgl. https://www.swissmem.ch/de/wissen/personalwesen/fachkraefte.html

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