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Konferenz der Schweizer Zulieferer: Spannende Referate, angeregter Austausch und eine offene Podiumsdiskussuion

Preise und Margen unter Druck: Das war das Thema der diesjährigen Konferenz der Schweizer Industrie-Zulieferer bei der Bystronic Group in Niederönz. Der Anlass wurde verbandsübergreifend von SMZ und Swissmem organisiert, erstmals in Kooperation mit weiteren Verbänden, um gemeinsam die Interessen der Zulieferer noch besser wahrnehmen zu können. Mit Erfolg – zahlreich sind die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter der Einladung gefolgt!

Alexander Vietense, Präsident des Verbands Schweizer Metall Zulieferer SMZ, eröffnete die Veranstaltung und zeigte sich erfreut, dass es mit der diesjährigen Konferenz für die Schweizer Industrie-Zulieferer gelungen war, diesen Anlass verbandsübergreifend zu organisieren. Wie gross das Interesse an einem solchen Angebot ist, zeigten die gefüllten Reihen. Über hundert Zulieferer waren erschienen.

Die konjunkturellen Zeichen stehen nicht gut, wie Eric von Ballmoos, Präsident der Swissmem Interessengemeinschaft ZMIS, in seinem Eröffnungsreferat anhand der aktuellsten Zahlen von Swissmem aufzeigte. Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm vom KOF der ETH Zürich, bestätigte diese Einschätzung. Auch er stellt anhand verschiedener Indikatoren fest, dass mit schwierigen Zeiten gerechnet werden muss. Allerdings – so betonte er – stehe keine Rezession bevor; das KOF Konjunkturbarometer zeigt eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau. Als Produktionshindernisse wirken sich laut Sturm grundsätzlich drei Faktoren aus: ein Mangel an Arbeitskräften, Kapazitätsengpässe und eine ungenügende Nachfrage. Dewet Moser, stv. Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank SNB, zeigte sich beeindruckt von der Flexibilität, der Widerstandskraft sowie der Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Nichtsdestotrotz sind aber natürlich gute Rahmenbedingungen vonnöten, damit die Betriebe wettbewerbsfähig bleiben können. Dazu gehört auch die stabilitätsorientierte Geldpolitik der SNB und er führte aus, wo deren Möglichkeiten liegen und welche Massnahmen sie ihrerseits in den letzten Jahren ergriffen haben, um der Aufwertung des Frankens entgegenzuwirken.

Ursina Müller, Partnerin von Simon-Kucher & Partner, stellte zu Beginn ihrer Ausführungen provokativ in den Raum, dass Schweizer Unternehmen zwar technisch sehr gut seien, aber beim Pricing ihrer Innovationen die Möglichkeiten nicht ausschöpfen würden. Der Preisdruck in der Industrie steigt und es ist entscheidend, die Spielräume systematisch zu erkennen und zu nutzen. Ihre Tipps: Differenzieren sie bei den Produkten in ihrer Preisstrategie! Gehen sie bei ihren Argumentationen zu den Kosten nicht rein faktenbasiert vor, sondern setzen sie auf Wertkommunikation!

Daniel Probst, Geschäftsführer SMZ, moderierte das Podiumsgespräch. Mit Beatrice Simon-Jungi, Regierungsrätin des Kantons Bern, Stefan Brupbacher, Direktor Swissmem, Ursina Müller von Simon-Kucher & Partner, sowie Jürg Marti, Direktor Swissmechanic, wurden breit und offen wirtschaftliche sowie politische Fragen erörtert und auch gleich gegenseitig Wünsche angebracht. Protektionismus, Marktzutritt und hohe Lohnnebenkosten sind nur einige Stichworte.

Den Schlusspunkt setzte der Gastgeber Alex Waser, CEO Bystronic Group, mit einer kurzen und interessanten Firmenpräsentation. Wir durften die Räumlichkeiten der Bystronic in Niederönz für die Zulieferer-Konferenz nutzen und kamen auch in den Genuss einer äusserst grosszügigen Bewirtung in der Pause und beim Networking-Apéro im Experience Center nach Beendigung des offiziellen Teils. Auf diese Weise konnten nebst kulinarischem Genuss und angeregten Gesprächen auch die Bystronic Technologien live erlebt werden. Für die gewährte Gastfreundschaft bedanken wir uns ganz herzlich!