Altersvorsorge 2020 :: Swissmem - Der Werk- und Denkplatz Schweiz

Swissmem sagt Nein zur Reform «Altersvorsorge 2020»

Swissmem lehnt die Reform «Altersvorsorge 2020» ab. Die Vorlage ist eine Scheinreform, weil sie das Finanzierungsproblem im Schweizer Rentensystem verschärft, anstatt es zu lösen. Damit werden schon bald weitere, teure Reformpakete unumgänglich werden – das bedeutet für die Unternehmen Unsicherheit und weiter steigende Lohnkosten. Mit einem Nein können stattdessen die Finanzierung und die Tragbarkeit für die junge Generation gesichert werden.

Die Bevölkerung der Schweiz wird zunehmend älter. Gleichzeitig stagniert die Anzahl der beitragszahlenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In der Konsequenz müssen mehr Rentenbezüger von immer weniger Personen im erwerbsfähigen Alter finanziert werden.
Die angespannte finanzielle Situation unserer Altersvorsorge verschärft sich dadurch weiter. Die Finanzierung unserer Renten ist nicht mehr gewährleistet. Deshalb steht das bewährte Drei-Säulen-System der Schweizer Altersvorsorge vor einer grossen Herausforderung.
Swissmem hat seit Beginn der Diskussion über die Altersvorsorge 2020 festgehalten, dass eine Reform die Probleme des Rentensystems lösen und die Finanzierung der ersten und zweiten Säule langfristig sichern muss. Dabei sollen nicht nur die Herausforderungen der demographischen Entwicklung berücksichtigt werden, sondern es dürfen für die Unternehmen keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Altersvorsorge 2020 ist ungerecht, kompliziert und löst die Probleme nicht
Diese nun dem Volk unterbreitete Vorlage löst die strukturellen Probleme der Sozialversicherungen nicht, sondern vergrössert diese stattdessen. Dies aus mehreren Gründen:

  • Die Erhöhung der AHV-Rente um 70 Franken für alle Neurentnerinnen und Neurentner im Giesskannenprinzip ist unverantwortlich und wird die AHV ab 2027 neuerlich in finanzielle Schieflage bringen.
  • Sie ist ungerecht, denn sie lässt die Jugend die Konsequenzen einer nicht funktionierenden Reform tragen. Sie verschiebt die Probleme in die Zukunft, anstatt diese heute zu lösen.
  • Sie ist ungerecht gegenüber den heutigen Senioren, denn ihre AHV-Rente wird nicht erhöht. Gleichzeitig bezahlen sie aber wie alle anderen Konsumenten die Erhöhung der Mehrwertsteuer.
  • Die Reform ist kompliziert. Die Unternehmen müssen neu drei Stufen für den Koordinationsabzug unterscheiden können. Damit entsteht bürokratischer Aufwand, der nicht nötig wäre.
  • Die Arbeitgeber bezahlen die Reform über höhere Lohnprozente mit, ohne jedoch dafür eine Lösung des Problems zu erhalten.

Anstatt die Altersvorsorge auf dem heutigen Niveau zu sichern und die Finanzierung trotz der demographischen Entwicklung zu stabilisieren, haben Bundesrat und Parlament ein unfertiges Paket vorgelegt, welches die ursprünglich gesteckten Ziele nicht erreicht.
Mit der jetzigen Vorlage wird die demografische Herausforderung nicht angegangen, sondern ihre Lösung auf die nächsten Jahrzehnte verschoben und somit künftigen Generationen aufgebürdet. Gleichzeitig entsteht für die Schweizer Unternehmen Unsicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit des Werkplatzes Schweiz nimmt ab.
Nur die Ablehnung der Altersvorsorge 2020 würde den Weg frei machen, positive Elemente dieses Reformpakets umzusetzen und gleichzeitig die Finanzierungsprobleme langfristig zu lösen.

 

Deshalb hat der Vorstand von Swissmem einstimmig die Nein-Parole zur Altersvorsorge 2020 beschlossen.

 

Weitere Informationen: http://www.generationenallianz.ch/

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Ivo Zimmermann

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