CEOs erachten Fachkräfte als Top-Priorität :: Swissmem - Der Werk- und Denkplatz Schweiz

CEOs erachten Fachkräfte als Top-Priorität

Von: Jonas Lang, Ressortleiter Kommunikation

25.01.19

Globale Wirtschaftsführer erachten derzeit das Thema Fachkräfte als wichtigste interne Herausforderung, wie eine internationale Befragung zeigt. Mit dem neuen Seminar Employer Branding & Recruiting geht Swissmem auf aktuelle Fragestellungen zum Thema ein und vermittelt praxisorientierte Werkzeuge.

Die konjunkturelle Entwicklung und Einschränkungen im Welthandel gehören zu den wichtigsten externen Bedenken der Wirtschaftsführer. Dies zeigten auch die jüngsten Einschätzungen des internationalen Währungsfonds, die vergangene Woche am WEF in Davos präsentiert wurden. (Die aktuelle Prognose zur Schweizer MEM-Industrie wird Swissmem an der Jahresmedienkonferenz vom 20.2.2019 präsentieren.)

 

Betrachtet man die internen Herausforderungen, so setzen internationale Manager das Thema Fachkräfte an die erste Stelle. In der Schweiz ist das Thema schon längere Zeit präsent. Bereits im Jahr 2014 zeigte eine Studie von Swissmem den Mangel in der MEM-Branche auf. Spätere Erhebungen beispielsweise der Credit Suisse oder auch der jüngste Fachkräftemangel-Index bestätigten die angespannte Situation.

 

Kein reines Schweizer Thema

 

Wie die Befragung des international tätigen Conference Board bei über 800 CEOs und weiteren 600 C-Level-Führungskräften zeigt, ist das Thema «Fachkräfte» inzwischen in allen Weltregionen ganz oben angelangt. Weltweit ordnen CEOs gemäss der Mitte Januar veröffentlichten Studie die Gewinnung und Bindung von hochqualifizierten Fachkräften als internes Bedenken Nummer 1 ein. Knapp dahinter steht die Entwicklung der nächsten Generation an Führungskräften.

 

Ein wichtiger Treiber für diese Entwicklung stellt der starke technologische Umbau und die Digitalisierung in vielen Volkswirtschaften dar. Für Dr. Rebecca Ray, Verfasserin des Berichts und Executive Vice President of Human Capital beim Conference Board, ist die Entwicklung nicht ganz überraschend. Da die Zunahme des globalen Wettbewerbs mit der Abnahme des Pools qualifizierter Arbeitskräfte einhergehe, machten sich Führungskräfte berechtigte Sorgen. «Darüber hinaus glauben sie, dass sich der Fachkräftemangel erst nach 2019 verschärfen wird. Aus diesem Grund suchen Unternehmen ständig nach neuen Wegen, um die besten und intelligentesten Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden», erklärt Ray.

 

Weitere wichtige Themen stellen für die Unternehmen die Entwicklung agiler Projektteams dar sowie die Schaffung qualitativ hochwertiger Kundenerfahrungen. Diese werden allmählich wichtiger als das Produkt an sich. Der Übergang von einem produktzentrierten Ansatz hin zur Serviceorientierung bedeutet eine Erweiterung des Wettbewerbs, der sich Unternehmen international vermehrt stellen müssen. Weitere Handlungsfelder erkennen CEOs in der Führungsentwicklung. Sie wünschen sich beispielsweise, dass ihr Unternehmen vermehrt grössere funktionsübergreifende Rotationsmöglichkeiten für High Potentials umsetzt.

 

Seminar zum Thema Fachkräfte

 

Swissmem bietet am 22. März 2019 das Basisseminar «Employer Branding & Recruiting» an. Neben einem aktuellen theoretischen Überblick vermittelt das Seminar Tools und praxisorientierte Checklisten zur Gewinnung und zum Halten von Fachkräften. Weitere Informationen & Anmeldung