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Ein wuchtiges JA zur Harmonisierung

Von: René Will, Ressortleiter Bildung

19.10.16

Ende September hat das St. Galler Stimmvolk mit überwältigenden 70% dem Verbleib im Konkordat HarmoS zugestimmt. Dem Abstimmungsergebnis wurde eine richtungsweisende Bedeutung für die folgenden Abstimmungen zum Lehrplan 21 zugeschrieben.

Seit einiger Zeit formiert sich der Widerstand gegen den Lehrplan 21. Umso erfreulicher ist nun das wuchtige Zeichen von einem der Big five-Kantone zu Gunsten der Harmonisierung der Schule, der das Schweizer Stimmvolk im Jahr 2006 mit einem überwältigendem Mehr über 85 Prozent zugestimmt hat. Gerade der Lehrplan 21 bringt für unsere schweizerische Wirtschaft gewichtige Vorteile und baut gleichzeitig erhebliche Hindernisse ab. Sieben Gründe sprechen für den Lehrplan 21:


1. Der Lehrplan 21 führt vom Wissen über das Können zu Kompetenzen

In unserer Berufsbildung hat die Kompetenzorientierung bereits eine längere Tradition. Volksschule und Berufsbildung werden damit zukünftig ein weiteres Stück kompatibler.

 

2. Der Lehrplan 21 ermöglicht die von Gesellschaft und Wirtschaft geforderte Mobilität

Gerade Eltern werden hier durch viele unterschiedliche Schulsysteme behindert. Der Lehrplan 21 baut dieses Hindernis ab.

 

3. Der Lehrplan 21 gibt einer leistungsstarken Schule einen zeitgemässen Auftrag

Der Lehrplan 21 berücksichtigt neben gesellschaftlichen auch gleichermassen wirtschaftliche Anliegen. Das stärkt die Leistungsfähigkeit der Schule und dient der Wirtschaft.

 

4. Der Lehrplan 21 klärt den Übergang von der Volksschule in die nächste Stufe

Lehrbetriebe sind auf Lernende aus verschiedenen Kantonen angewiesen. Unterschiedliche Lehrpläne erschweren diese erheblich. Mit einem Lehrplan 21 für alle Kantone fällt dieses Hindernis weg.

 

5. Der Lehrplan 21 fördert die Berufliche Orientierung

Unnötige, teure und frustrierende Irrwege wie Schulwechsel oder Lehrabbrüche müssen minimiert werden. Der Lehrplan 21 ermöglicht neu eine solide Berufliche Orientierung während der Volksschulzeit in allen Kantonen.

 

6. Der Lehrplan 21 stärkt die MINT-Fächer 

Der Lehrplan 21 kommt aus einem Guss. Gerade die naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen und damit auch die Wirtschaft profitieren davon.

 

7. Der Lehrplan 21 vereinfacht die Zusammenarbeit der Kantone und schafft Synergien

Eine Harmonisierung der Volksschule bietet zukünftig die Chance in der Zusammenarbeit der Kantone Zeit und Geld zu sparen. Ein Lehrplan hat gegenüber 21 verschiedenen viel Potential für Synergien und mehr Effizienz.

 

Auch wenn das Votum des St. Galler-Stimmvolkes ein starkes Zeichen für HarmoS und den Lehrplan 21 war, ausruhen können sich die Befürworter der Harmonisierung nicht! Denn eine solche macht nur Sinn, wenn alle Kantone dabei sind. Eine nächste Nagelprobe zum Lehrplan 21 steht am 27. November 2016 in den Kantonen Schaffhausen und Thurgau, sowie am 12. Februar 2017 im Kanton Aargau an.

 

Unterstützen Sie die Harmonisierung der schweizerischen Volksschule indem Sie Ihr Umfeld über die Vorzüge des Lehrplan 21 aufklären; wir helfen Ihnen gerne dabei. Unterlagen zu beziehen bei René Will, Ressortleiter Berufsbildung (r.willanti spam bot@swissmemanti spam bot.ch).