Mit dem richtigen Team zum Erfolg – die Zusammenarbeit macht es aus! :: Swissmem - Der Werk- und Denkplatz Schweiz

Mit dem richtigen Team zum Erfolg – die Zusammenarbeit macht es aus!

Von: Jack Rietiker, Leiter Swissmem Academy

02.05.18

Woran kommt es in der Digitalisierung an? Was steht meistens am Anfang einer guten Idee? Was macht Unternehmen erfolgreich? Natürlich auch hervorragende Produkte und Dienstleistungen… doch vor allem eine kreative, inspirierende Zusammenarbeit im Unternehmen.

Studie der FHNW zur Digitalisierung

Die repräsentative Studie der FHNW in KMU’s (2017) in der Schweiz haben die entscheidenden Handlungsfelder der Digitalisierung aufgezeigt. Diese sind:

  1. Konstante Kundenorientierung
  2. Neue Strategien und Geschäftsmodelle
  3. Neue Ansätze in Führung und Kultur
  4. Optimierte Arbeitsabläufe
  5. Digitales Marketing
  6. Neue Technologien wie z.B. Internet of Things
  7. Cloud & Daten, d.h. moderne IT-Infrastruktur

Erstaunlich? Wenig. Wie steht es hingegen mit der Umsetzung? Die Technologie alleine wird es nicht richten, denn der Treiber der Digitalisierung ist der Mensch, nicht die Technik. Und nur der Mensch kann die Wirtschaftswelt verändern. Reinhard K. Sprenger, einer der besten Managementberater im deutschsprachigen Raum, spricht von der Wiedereinführung des Menschen ins Unternehmen (2018). Die Digitalisierung führe zur Konzentration aufs Wesentliche, was nur Menschen können – die drei K’s: Kundenorientierung (Denken vom Kunden her), Kooperation (Zusammenarbeit) und Kreativität. Dies ist eine durchaus positive Betrachtungsweise. Den Rest übernimmt der Computer. Für Sprenger ist dies eine durchaus positive Sichtweise.

 

Organisationskultur, -struktur und Zusammenarbeit

Im Beitrag vom 21. März 2018 Fachkräfte anziehen durch «Loslassen» sprachen wir von einer Vertrauenskultur. Diese ist die Basis für eine erfolgreichen Zusammenarbeit, welche in einer Co-Kreation ihren Meister findet. Dabei verbinden sich Menschen im Denken und entfalten so ihr ganzes, kreatives Potenzial und es entsteht eine Dynamik, die Individuen und Organisationen gleichermassen weiterbringt. Eine solche Kultur zieht Fachkräfte an – oder wie es kürzlich in der NZZ am Sonntag zu lesen war: «Bald sitzen die Angestellten am längeren Hebel... Die Millennials können wir nicht verändern. Aber wir können eine Firmenkultur verankern, in der sie sich wohl fühlen.» Die Organisationsform ist dabei sekundär. Erfolgreich ist, wer nicht einfach ein Modell über die Unternehmung stülpt, sondern mit den Mitarbeitenden gemeinsam die passende Zusammenarbeitsform findet.

 

Um Veränderungen in die Kultur und Innovation ins Unternehmen zu bringen, muss man sich von der Kontrolle verabschieden - ein delikates Tauschgeschäft. Der Komplexität im Aussen, d.h. in den Märkten, der Wirtschaft etc. lässt sich nur mit Vernetzung – Innen und gegen Aussen – begegnen. Dazu braucht es wirklich gelebte Partizipation, ein Aufbrechen der funktionalen Silos und sich den vielfach noch vorhandenen Grabenkämpfen zwischen den Bereichen annehmen – ein unangenehmes Thema, wo man sich nicht unbedingt beliebt macht. Schon 2011 sagten Hamel & Välikangas: «In turbulenten Zeiten haben nur Unternehmen Erfolg, die bei der eigenen Erneuerung genauso effizient sind wie bei der Herstellung ihrer Produkte und Dienstleistungen».