Swissmem-Umschulungs-Initiative: Wie geht es weiter? :: Swissmem - Der Werk- und Denkplatz Schweiz

Swissmem-Umschulungs-Initiative: Wie geht es weiter?

Von: Ivo Zimmermann, Bereichsleiter Kommunikation

07.03.18

Am 1. März 2018 hat Swissmem ein neuartiges Umschulungs-Modell für Erwachsene der Öffentlichkeit vorgestellt. Es fokussiert auf qualifizierte Personen, deren Job aufgrund des strukturellen Wandels bedroht ist. Ziel ist, dass Erwachsene eine Zweitausbildung mit anerkanntem Abschluss erreichen können. Bis allerdings die ersten umschulungswilligen Personen ihre Zweitausbildung antreten können, sind noch umfangreiche Vorarbeiten zu erledigen.

Das Ziel der Umschulungs-Initiative ist, dass Erwachsene eine Zweitausbildung mit anerkanntem Abschluss erreichen können. Details zum Vorschlag von Swissmem sind in einer Animation erklärt. Das Swissmem-Modell baut damit eine Brücke für einen nachhaltigen Wechsel in ein neues Berufsfeld und schliesst eine Lücke im Bildungssystem der Schweiz.

 

Der Vorschlag von Swissmem hat ein grosses mediales Echo ausgelöst. Es haben sich diverse Organisationen gemeldet, welche sich in Pilotprojekten engagieren möchten. In den nächsten Wochen will Swissmem Partner aus öffentlicher Verwaltung, Bildungsanbietern und Unternehmen finden. Gemeinsam muss danach die Basis für die Pilotprojekte erarbeitet werden. Sie sollen im kommenden Jahr starten.

 

Bis allerdings die ersten umschulungswilligen Personen ihre Zweitausbildung antreten können, sind noch umfangreiche Vorarbeiten zu erledigen. Im Vordergrund stehen folgende Aufgaben:

  • Es braucht eine niederschwellige Berufs- und Umschulungsberatung für umschulungswillige Erwachsene. Sie müssen sich über die neuen Möglichkeiten informieren können. Diese Angebote müssen erst geschaffen werden.
  • Wer sich umschulen will, braucht die Sicherheit, dass eine nachhaltige Integration im neuen Beruf erfolgt. Das bedingt neue Vertragsformen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Zudem müssen Wege geschaffen werden, auf denen sich interessierte Firmen und umschulungswillige Menschen finden können.
  • Die Zweitausbildung muss erwachsenengerecht erfolgen. Sie muss praxisorientiert ausgelegt sein und berufsbegleitend genutzt werden können. Die bestehenden Bildungsangebote müssen entsprechend angepasst werden.
  • Eine der grössten Herausforderungen ist die Finanzierung. Den Löwenanteil muss die umschulungsbereite Person leisten, die während der Zweitausbildung berufstätig bleibt. Aber ohne Unterstützung durch Arbeitgeber, Branchenorganisationen, Bund sowie Kantone wird es nicht gehen. Für eine gemeinsame Lösung müssen alle Akteure ihren Beitrag leisten.

Die konkreten Umschulungen bauen weitgehend auf bestehenden Angebote auf. Es braucht aber das Engagement aller relevanten Akteure, damit die Pilotprojekte zustande kommen. Falls die Etablierung des Umschulungsmodells gelingt, kann dieses einen wichtigen Beitrag leisten, um den Arbeitsmarkt trotz schnellem Wandel im Gleichgewicht zu halten.

 

Weitere Informationen zur Umschulungs-Initiative: swissmem.ch/Umschulung

 

Kontakt:

Robert Rudolph, Leiter Bildung und Innovation

Telefon +41 44 384 48 44

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