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Weiterbildungen: ETH engagiert sich für die Wirtschaft

Von: Jonas Lang, Ressortleiter Kommunikation

19.04.18

Die ETH gründet eine neue Schule für Weiterbildung. Die Kurse gehen auf aktuelle Bedürfnisse der Unternehmen ein und unterstützen sie bei der Digitalisierung.

Die Präsidenten von ETH und Swissmem waren sich an der Medienkonferenz einig: Von Weiterbildungen profitiert nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Forschung. Beide Seiten erhalten neue Impulse für ihre Arbeit. Diese gemeinsame Erkenntnis bildete eine zentrale Grundlage für die Konzeption der neuen School for Continuing Education. «Die ETH trägt mit der neuen Schule sowohl dem Tempo wie auch der Tiefe der gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung», erklärte ETH-Präsident Lino Guzzella. Der aktuelle technologische Wandel wirke sich unmittelbar auf das Bildungsangebot aus.

 

Hans Hess zeigte sich seinerseits erfreut über die neuen Angebote: «Weiterbildung ist für jede Firma eine lohnende Investition», erklärte er. «Wer über die richtigen Fachkräfte mit dem aktuellen Know-how verfügt, dem eröffnen sich international neue Marktchancen.» Das neue Angebot der ETH sei daher ein Gewinn für die Schweizer Wirtschaft und Industrie.

 

Klareres Profil für die Weiterbildung

Mit der School for Continuing Education will die ETH nicht nur schneller und flexibler auf neue Bedürfnisse in der Arbeitswelt reagieren, sondern der Weiterbildung auch ein klareres Profil und eine grössere Sichtbarkeit geben. Die 17 MAS (Master of Advanced Studies), 8 DAS (Diploma of Advanced Studies) und 20 CAS (Certificates of Advanced Studies) werden in die neue Schule integriert und weiter ausgebaut. Derzeit sind rund 20 neue Weiterbildungsprogramme in Vorbereitung, welche das aktuelle Angebot in den nächsten ein bis zwei Jahren ergänzen werden.

 

Personalisierte Weiterbildung

Auf den engen Austausch zur Wirtschaft ging auch ETH-Rektorin Sarah Springman ein. Sie hob das neue CAS Advanced Materials and Processes hervor, das im Dialog mit der Industrie entstanden ist. Es handelt sich dabei um ein personalisiertes Weiterbildungsprogrammen, bei welchen allen Teilnehmenden eine Professorin oder ein Professor der ETH Zürich zur Seite stehen.

 

Die Teilnehmenden erhalten massgeschneiderte Studienpläne, welche ihre Praxiserfahrung, aber auch die Interessen der jeweiligen Arbeitgeber berücksichtigen. ETH-Rektorin Sarah Springman erklärt: «Wir brauchen mehr Flexibilität und Dynamik in der Weiterbildung, damit wir schnell auf zukünftige Anforderungen reagieren können. Wir sind offen für alle Anregungen aus der Praxis, um das Angebot laufend ausbauen zu können.»

 

Data Science als neuer Schwerpunkt

Entwicklungen wie Industrie 4.0 verlangen zunehmend nach Know-how im Umgang mit grossen Datenmengen. Bereits im vergangenen Jahr haben daher die ETH Zürich und die ETH Lausanne gemeinsam ein nationales Zentrum für Datenwissenschaften eröffnet. Damit wollen die beiden Hochschulen Innovationen in diesem Forschungsfeld vorantreiben und gleichzeitig die multidisziplinäre Forschung und offene Wissenschaft fördern. 

 

Um dem Aspekt Informationssicherheit gerecht zu werden, hat die ETH in den vergangenen Monaten zudem zwei neue Angebote im Bereich Cybersecurity entwickelt. Das DAS Cyber Security richtet sich an Mitarbeitende in Unternehmen, die eine Ausbildung in Informatik haben. Neben speziell für das Weiterbildungsprogramm konzipierten Modulen belegen die Teilnehmenden dabei auch Lerneinheiten des regulären Master-Studiengangs Information Security.

 

An einen breiteren Kreis, explizit auch an Nicht-Informatiker, richtet sich das CAS Cyber Security. Mit diesem Programm spricht die ETH alle Mitarbeitenden und Kaderleute an, die im beruflichen Alltag mit Fragen zur Informationssicherheit konfrontiert sind.

 

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