UMATI – eine gemeinsame Maschinensprache

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Eine wesentliche Herausforderung im Umfeld von Industrie 4.0 ist die fehlende Standardisierung in der Maschinenkommunikation. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) hat sich deshalb zusammen mit anderen internationalen Partnern – darunter auch Swissmem – zum Ziel gesetzt, eine universelle Schnittstelle für Werkzeugmaschinen zu schaffen.

Die fehlende Standardisierung in der Maschinenkommunikation führt dazu, dass proprietäre Lösungen entstehen und so eine Unübersichtlichkeit vorhanden ist, die den Ausbau und die Förderung von I4.0-Lösungen erschwert. Ein weltweit gültiger und anerkannter Standard fehlt. So sind bestehenden Datenaustauschstandards für die industrielle Kommunikation, u.a. OPC UA oder MTConnect vorhanden, aber mit unterschiedlichen Informationsmodellen hinterlegt. Maschinenhersteller, Maschinennutzer und Dienstleister entwickeln auf dieser Basis herstellergebundene und stark individualisierte Systeme, deren Unterschiedlichkeit eine breite Akzeptanz, Wartung oder Vereinheitlichung innerhalb der Produktion unmöglich macht.

Dieses Problem wurde erkannt und der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) hat sich zusammen mit anderen internationalen Partnern, darunter auch Swissmem, Maschinen- und Steuerungsherstellern zum Ziel gesetzt, eine Standardschnittstelle zu schaffen – UMATI (universal machine tool interface).

UMATI ist ein offener und lizenzfreier Standard, basierend auf OPC UA (UMATI = OPC UA Companion Specification). Diese Schnittstelle repräsentiert ein definiertes und standardisiertes Informationsmodell. So werden u.a. Namen, Typ oder Ausgabefrequenz von relevanten Daten herstellerunabhängig definiert. Das Informationsmodell schafft damit die Basis für unterschiedliche übergeordnete Anwendungen (Applications) und Anwendungsfälle (Use Cases), z.B. die Berechnung von OEE (Overall Equipment Effectiveness). Das erklärte Ziel ist eine herstellerunabhängige Plattform zu schaffen. Erst in der Entwicklung von darauf basierenden Anwendungen wird ein Wettbewerb erwartet. Vor allem ist jedoch der Weg frei für die Entwicklung entsprechender Industrie 4.0-Lösungen. Aktuell wird an der UMATI Spezifikation gearbeitet und Swissmem begleitet die Arbeitsgruppe.

Mitglieder von Swissmem und Interessierte werden eingeladen, zur EMO 2019 ihre Maschine mit UMATI anzubinden. Eine entsprechende Spezifikation ist vorhanden. Gerne unterstützen wir Sie bei der Implementierung und Anbindung mit UMATI und stehen für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei
Dr. Adam Gontarz, Ressortleiter Fachgruppen,
a.gontarznoSpam@swissmem.ch.

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Letzte Aktualisierung: 14.05.2019