Unternehmenssteuerreform III: JA

Mit der Steuerreform stärken wir den Industriestandort Schweiz

 

Die Schweiz muss die bisherigen Sondersteuerregeln für ausgewählte Unternehmen abschaffen und künftig alle Unternehmen steuerlich gleich behandeln. Das Parlament hat mit der Unternehmenssteuerreform III eine sehr ausgewogene Vorlage ausgearbeitet, welche die Konkurrenzfähigkeit des Industriestandorts Schweiz verbessert. Von dieser Steuerreform profitieren Unternehmen und Arbeitnehmer der MEM-Industrie gleichermassen.

 

Die Ausgangslage ist klar: Die bisher in der Schweiz praktizierte Sonderbesteuerung von international tätigen Unternehmen wird nicht länger akzeptiert und ist deshalb abzuschaffen. Solche privilegierten Unternehmen müssen neu steuerlich gleich behandelt werden wie alle übrigen Unternehmen.

 

Ohne Steuerreform würde dies jedoch zu einer massiven steuerlichen Mehrbelastung der bisher privilegierten Unternehmen führen. Die Gefahr wäre somit gross, dass diese ins Ausland abwandern und damit auch das von ihnen erbrachte Steuersubstrat. Die Steuerreform gibt den Kantonen verschiedene neue Instrumente in die Hand, um darauf zu reagieren. Die effektive steuerliche Belastung für alle Unternehmen soll so ausgestaltet werden, dass einerseits die Schweiz als attraktiver Wirtschaftsstandort bestehen kann und andererseits das Steuersubstrat weitestgehend erhalten bleibt. Zudem erfüllt unser Land künftig international festgelegte Steuerstandards. Swissmem empfiehlt aus folgenden Gründen, die Vorlage zur Unternehmenssteuerreform III, über die am 12. Februar 2017 abgestimmt wird, anzunehmen.

 

Die Steuerreform ist flexibel und nützt grossen und kleinen Unternehmen gleichermassen

Mit der Steuerreform erhalten die Kantone einen «Werkzeugkasten», mit dem sie einen für sich massgeschneiderten Steuerrahmen gestalten können. Je nach Struktur ihrer Wirtschaft werden sie daraus unterschiedliche Instrumente anwenden. Die Kantone können neu den Unternehmen die Möglichkeit geben, gewisse Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in klar definiertem Ausmass von den Steuern abzuziehen. Zudem werden Gewinne aus Patenten und Immaterialgütern künftig reduziert besteuert. Beides ist für innovationsgetriebene Unternehmen der MEM-Industrie von Bedeutung. Sie erhalten einen Anreiz, in der Schweiz in Forschung und Entwicklung zu investieren und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Ein weiteres Instrument ist die sogenannte «zinsbereinigte Gewinnsteuer», wovon jene Unternehmen profitieren, die mit verhältnismässig viel Eigenkapital finanziert sind.

 

KMU gewinnen an Wettbewerbsfähigkeit, was Arbeitsplätze erhält und unseren Wohlstand sichert

Die Steuerreform schafft gleich lange Spiesse für alle Unternehmen, weil die steuerlichen Privilegien für Sondergesellschaften wegfallen. In Ergänzung zur Steuerreform ist in den meisten Kantonen vorgesehen, den Gewinnsteuersatz in einem bestimmten, je nach Kanton unterschiedlichen Ausmass zu reduzieren. Davon profitieren alle Unternehmen, selbst jene KMU, die die Instrumente der Steuerreform nicht nutzen sollten. Damit haben die Firmen mehr Mittel zur Verfügung, um zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen.

 

Die Steuerreform vermeidet Steuererhöhungen für Privatpersonen und KMU sowie den möglichen Abbau von staatlichen Leistungen

Die Steuerreform verhindert, dass die bisher steuerlich privilegierten Unternehmen abwandern und damit hohe Steuereinnahmen wegfallen. Die Steuern für Privatpersonen und KMUs müssen somit nicht erhöht werden. Würde die Steuerreform jedoch abgelehnt, besteht die Gefahr, dass die hoch mobilen Sondergesellschaften und deren 150‘000 Arbeitsplätze abwandern, da die Sonderregeln auch ohne Steuerreform fallen werden. Die Lücke in den Steuereinnahmen müsste dann von Privatpersonen und Schweizer KMUs gefüllt werden. Die vorliegende Steuerreform ist vor diesem Hintergrund die weitaus bessere Wahl. Sie führt zu verkraftbaren Steuerausfällen im Bundeshaushalt und bei den Kantonen. Wenn in Zukunft die Betriebe aufgrund des attraktiven Steuerrahmens mehr investieren und neue Firmen zuwandern, wird sich die Reform längerfristig sogar positiv auf den Steuerertrag auswirken.

 

Von der Steuerreform profitieren sowohl grosse als auch kleine Unternehmen gleichermassen. Sie ist flexibel genug, um auf kantonale Eigenheiten einzugehen. Unter dem Strich stärkt die Unternehmensreform III den Wirtschaftsstandort Schweiz. Deshalb empfiehlt Swissmem die Annahme der Vorlage.

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