Wirtschaftspolitik

Die Wechselkurse beeinflussen massgeblich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den ausländischen Märkten. Hohe Rohstoffpreise bedeuten für die stark von Rohstoffimporten abhängige MEM-Industrie sinkende Margen. Die Schweizer Rüstungsindustrie ist ein integraler Bestandteil einer wirksamen und glaubwürdigen Sicherheitspolitik.

Geldpolitik

Die Wechselkurse, insbesondere zum Euro und zum Dollar, sind Schlüsselgrössen für die stark exportorientierte MEM-Industrie. Sie beeinflussen massgeblich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den ausländischen Märkten.

 

Vor allem schnelle und starke Änderungen der Wechselkursverhältnisse stellen eine besondere Herausforderung für die Exportindustrie dar. 

Die Preisniveaustabilität und der Erhalt stabiler Wechselkursverhältnisse stehen in einem Spannungsfeld.

Rohstoffpolitik

Die MEM-Industrie ist in hohem Masse von Rohstoffimporten abhängig. Die hohe Rohstoffnachfrage der BRIC-Staaten wirkt preistreibend, da die Produktionskapazitäten, zumindest bei einzelnen Rohstoffen, nur 

moderat gesteigert worden sind.

 

Verschärft wird diese Preisentwicklung durch eine Oligopolisierung auf der Anbieterseite (Marktmacht) sowie durch die Einführung von Exportrestriktionen bei ausgewählten Rohstoffen, die nur in wenigen Staaten  gefördert werden (z.B. Seltene Metalle aus China).

 

Es besteht die Gefahr, dass die Margen sowie die Wettbewerbsfähigkeit der MEM-Unternehmen sinken, wenn die höheren Beschaffungskosten nicht überwälzt werden können. Ressourceneffizienz und Substituierung Seltener Metalle reduzieren die Rohstoffabhängigkeit der MEM-Industrie.

Sicherheits- und Rüstungspolitik

Gemäss Rüstungspolitik des VBS ist die Schweizer Rüstungsindustrie ein integraler Bestandteil einer wirksamen und glaubwürdigen Sicherheitspolitik.

 

Neue Sicherheitstechnologien kommen oft nicht nur im militärischen, 

sondern auch im zivilen Bereich zum Einsatz. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass sich Schweizer Firmen beim Kauf von Rüstungsgütern durch den Bund im Rahmen der Industriebeteiligungsstrategie zu 100% an Kompensationsgeschäften beteiligen können. Damit kann das Knowhow in den Betrieben erhalten und erneuert werden. Der Export von Rüstungsgütern durch Schweizer Firmen ist auch künftig nach international abgestimmten Vorgaben zu kontrollieren.

Kontakt

Dr. Jean-Philippe Kohl

Leiter Wirtschaftspolitik

 

Telefon +41 44 384 48 15

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