Sieben Argumente für den Lehrplan 21! (2/7) :: Swissmem - Der Werk- und Denkplatz Schweiz

Sieben Argumente für den Lehrplan 21! (2/7)

16.02.17
Von: René Will, Ressortleiter Bildung

Die Zeichen stehen gut: Alle 21 Kantone führen ihn ein oder stehen davor und alle Abstimmungen im Jahr 2016 hat er gewonnen. Doch erst wenn alle Kantone den Lehrplan 21 haben, ist die nötige Anpassung der Volksschule an das heutige Leben geglückt.

Zweitens: Eine ärgerliche Mobilitätsschranke wird abgebaut.

 

Wir sind heute so mobil wie nie zuvor auf dieser Welt. Die Technik erlaubt es uns Nachrichten in Windeseile an jeden Punkt dieser Erde zu verschicken und wir können in unserer Freizeit oder für unsere Arbeit immer schneller immer entferntere Orte erreichen. Mobilität in jeglicher Form nimmt in unserem heutigen Leben einen immer grösseren Stellenwert ein. Das ist schön für uns alle und wichtig für unsere Wirtschaft, denn Menschen müssen dort arbeiten können, wo sie ge­braucht werden.

 

Umso unverständlicher ist es jedoch, dass erwerbstätige Eltern mit schulpflichtigen Kindern, seitens des Schulsystems in unserer kleinen Schweiz immer wieder in der Mobilität behindert werden. Das führt dazu, dass sich Eltern mit Kindern im Schulalter zweimal überlegen den Wohnort zu wechseln. Den Kindern wird einerseits ein neues soziales Umfeld zugemutet, in das diese erst hineinwachsen müssen und anderseits müssen sie sich zusätzlich auch noch in einem neuen Schulsystem zurecht finden. Das bedeutet, dass Schulfächer nicht nur anders heissen, sondern dass deren Inhalte in der neuen Schule auch nicht die gleichen sind wie in der bisherigen. Nachhilfeunterricht und Turbulenzen im Familienalltag sind vorprogrammiert. Verantwortungsvolle Eltern überlegen sich darum gründlich, ob sie auf ein Stellenangebot mit Umzugsfolge eintreten wollen und damit dem Nachwuchs, aber auch sich selber unnötige weitere Bürden aufladen wollen. Leidtragende sind neben den Direktbetroffenen vor allem auch die Betriebe und Unternehmungen, denen dadurch wichtige und wertvolle Fachkräfte vorenthalten werden. Das schadet allen: Den Arbeitnehmern, den Betrieben, der Wirtschaft und damit uns allen!

 

Schulische Systembrüche verhindern auf diese Weise nicht nur eine wichtige Mobilität, sie sind auch schulisch völ­lig unnötig. Es ist nicht begründbar, dass mancherorts auf wenigen Quadratkilometern mehre­re Schulsysteme und damit unterschiedliche Lehrpläne gelten sollen. Genau hier setzt der Lehrplan 21 an: Mit einem pragmatischen und in 21 Kantonen geltenden Auftrag für die Schule ermöglicht er gerade auch Eltern mit schulpflichtigen eine wirklich freie Wohnsitz- und Arbeitsplatzwahl; dies zum Wohle von uns allen!


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