Vernehmlassung zu neuen Stoffen unter RoHS :: Swissmem - Der Werk- und Denkplatz Schweiz

Vernehmlassung zu neuen Stoffen unter RoHS

Von: Dr. Christine Roth, Ressortleiterin Umwelt

21.05.18

Die EU-Richtlinie zur Beschränkung von gefährlichen Stoffen in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) wird möglicherweise um weitere Stoffe ergänzt. Eine Umfrage zu sieben Stoffen und Stoffgruppen läuft bis 15. Juni 2018. Betroffene Unternehmen sind aufgefordert, an der Umfrage teilzunehmen.

Die Verwendung gewisser gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten ist in der EU-Richtlinie RoHS (Restriction of Hazardous Substances) 2011/65/EU eingeschränkt, auch RoHS 2 genannt. In der Schweiz gilt entsprechend Anhang 2.18 der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV). Die EU-Richtlinie sieht vor, dass die Liste der eingeschränkten Stoffe regelmässig überprüft werden muss. Im Rahmen einer solchen Überprüfung wurden bereits vier Phthalate neu in Anhang II von RoHS und nachfolgend in der Schweizer ChemRRV aufgenommen.

 

Nun werden weitere Substanzen abgeklärt. Es handelt sich um Antimontrioxid, Tetrabrombisphenol A (TBBP-A), Indiumphosphid, mittelkettige Chlorparaffine (Medium Chain Chlorinated paraffins, MCCPs), Beryllium und Beryllium-Verbindungen, Nickelsulfat und Nickelsulfamat, sowie Cobaltdichlorid und Cobaltsulfat.

 

Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten und deren Zulieferer sind aufgefordert, Verwendungen dieser Substanzen in ihren Geräten zu identifizieren und allenfalls offenzulegen. Insbesondere Verwendungen, für die keine Alternative vorliegt, sollten in der Umfrage erwähnt werden um allfälligen nicht umsetzbaren Einschränkungen vorzubeugen.

 

Die Umfrage läuft bis 15. Juni 2018. Swissmem ist ausserdem dankbar für Hinweise von betroffenen Mitgliedern.