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VerfĂŒgbarkeiten von Substanzen und Mischungen ab 2018

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Die Registrierungsfrist 2018 unter dem europĂ€ischen Chemikalienrecht REACH dĂŒrfte auch in der Schweizer MEM-Industrie spĂŒrbar werden. Sie betrifft Unternehmen der MEM-Industrie in den meisten FĂ€llen nicht direkt. Jedoch könnten die indirekten Auswirkungen immens sein.

Verschwinden von zahlreichen Substanzen zu erwarten Nachdem Substanzen in hohen und mittleren Tonnagen sowie sehr gefĂ€hrliche Substanzen bereits bis 2010 und 2013 registriert werden mussten, steht 2018 die letzte Registrierungsfrist fĂŒr «alte» Substanzen an. Bis am 31. Mai 2018 mĂŒssen Substanzen in kleinen Tonnagen von 1-100 Tonne Herstellung oder Import (in die EU) pro Jahr registriert werden. Es ist davon auszugehen, dass sich die Registrierung in einigen FĂ€llen im Vergleich zum Marktwert der Substanz nicht lohnen wird, und dass in anderen FĂ€llen die EU-Hersteller oder EU-Importeure als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nicht in der Lage sind, die Registrierung zu bewerkstelligen. Das allgemein erwartete Szenario ist deshalb, dass zahlreiche Stoffe 2018 vom EU-Markt verschwinden werden. Damit werden voraussichtlich auch einige Produkte verschwinden, die in der Schweizer MEM-Industrie zur Anwendung kommen, seien dies Farben, KĂŒhlmittel, Klebstoffe, Kunststoffgranulate oder andere Mischungen. Konkrete FĂ€lle wurden bereits angekĂŒndigt. Preiserhöhungen bei Produkten von Lieferanten, die nach der Registrierungsfrist eine stĂ€rkere Marktposition haben werden, sind nicht auszuschliessen. Final Call: VerfĂŒgbarkeiten jetzt abklĂ€ren Bis zur Registrierungsfrist 2018 verbleiben noch rund sieben Monate. Die mittel- bis langfristige VerfĂŒgbarkeit von essentiellen Substanzen und Mischungen abzuklĂ€ren hat deshalb höchste PrioritĂ€t. Die beste Informationsquelle dazu sind die entsprechenden Lieferanten. Die EuropĂ€ische Chemikalienagentur (ECHA) stellt ausserdem eine Liste der Substanzen zur VerfĂŒgung, fĂŒr die AktivitĂ€ten zu einer Registrierung im Gange sind (<link echa.europa.eu/documents/10162/5039569/registration_statistics_lr_js_en.pdf/cf1c8cd9-890d-4277-bc1e-740bd6eab2bb - external-link-new-window>PDF</link> oder <link file:51017 - download>Excel-File</link>). Jedoch sind dafĂŒr Kenntnisse notwendig, welche Substanzen in den Mischungen vorliegen. Bisher wurden ĂŒber <link echa.europa.eu/de/regulations/reach/registration/registration-statistics - external-link-new-window>11‘000 Substanzen </link>registriert, jedoch wird angenommen, dass deutlich mehr Substanzen heute auf dem Markt sind. Welche Stoffe bereits registriert sind, lĂ€sst sich in der <link echa.europa.eu/de/information-on-chemicals/registered-substances - external-link-new-window>Liste registrierter Stoffe </link>oder auf den Infocards der Seite «<link echa.europa.eu/de/information-on-chemicals - external-link-new-window>Informationen ĂŒber Chemikalien</link>» ĂŒberprĂŒfen. Wechsel auf aussereuropĂ€ische Lieferanten vorĂŒbergehend möglich FĂŒr Unternehmen der Schweizer MEM-Industrie ist es möglich, fĂŒr Substanzen oder Mischungen in industriellen Prozessen auf Lieferanten aus dem Nicht-EU-Raum zu wechseln, sofern diese existieren. Die <link www.anmeldestelle.admin.ch/chem/de/home/themen/pflicht-importeur.html - external-link-new-window>Pflichten gemĂ€ss dem Schweizer Chemikalienrecht </link>sind dabei einzuhalten, gelten jedoch auch heute bei einem Import aus der EU. Die kantonalen Fachstellen fĂŒr Chemikalien stellen <link www.chemsuisse.ch/de/merkblaetter - external-link-new-window>zahlreiche hilfreiche MerkblĂ€tter</link> in diesem Bereich zur VerfĂŒgung, z.B. fĂŒr <link www.chemsuisse.ch/files/71/DE Branchenorientierte Merkblaetter/4/Merkblatt A03.pdf>berufliche und gewerbliche Verwender</link>. Zu beachten ist, dass der Import von Substanzen und Mischungen (Zubereitungen) gleichgestellt ist wie die Herstellung. Ausserdem soll das<link www.anmeldestelle.admin.ch/chem/de/home/themen/recht-wegleitungen/revisionen-des-chemikalienrechts/modernisierung-des-schweizer-chemikalienrechts.html - external-link-new-window> Schweizer Chemikalienrecht etwa 2020 revidiert </link>werden, so dass Substanzen, die in der EU nicht registriert wurden, zukĂŒnftig in der Schweiz mittels umfangreichem Dossier angemeldet werden mĂŒssen. Registrierung oder Alternativen SelbstverstĂ€ndlich steht es auch Unternehmen der Schweizer MEM-Industrie offen, ĂŒber einen Alleinvertreter in der EU einen Stoff selber zu registrieren. Der verbleibende Zeitraum dafĂŒr ist jedoch sehr kurz. FĂŒr Kurzentschlossene steht auf der <link echa.europa.eu/de/support/guidance-on-reach-and-clp-implementation/guidance-in-a-nutshell - external-link-new-window>ECHA-Websit</link>e eine kurze «Guidance in a Nutshell» in 23 Sprachen zur VerfĂŒgung. Im Kontext der Registrierungsfrist 2018 wird somit die <link echa.europa.eu/de/regulations/substituting-hazardous-chemicals - external-link-new-window>Suche nach Alternativstoffen </link>relevant. Informationskanal fĂŒr Swissmem-Mitglieder Swissmem-Mitglieder werden ĂŒber die wichtigsten Entwicklungen unter REACH mehrmals pro Jahr informiert, wenn Sie sich fĂŒr den entsprechenden Verteiler anmelden. Bitte senden Sie ein E-Mail mit den entsprechenden Kontaktdaten und dem Betreff «REACH-Informationsmail abonnieren» an <link n.auer@swissmem.ch>n.auer@swissmem.ch</link>.

Letzte Aktualisierung: 18.10.2017