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Swissmem fordert Assoziierung an Horizon Europe

Die Schweizer Industrie gehört im technologischen Bereich zur Weltspitze. Damit dies so bleibt, sind kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung unerlässlich. Nachdem die Teilnahme am europäischen Forschungsförderungsprogramm «Horizon 2020» eine positive Bilanz hinterlassen hat, schmerzt der Ausschluss der Schweiz aus dem Folgeprogramm «Horizon Europe» umso mehr.

Die europäischen Forschungsförderungsprogramme sind für die Schweizer MEM-Industrie von grosser Bedeutung. Die starken Zentren der Ingenieurswissenschaften und der Fertigungstechnik befinden sich nicht etwa in Asien oder den USA, sondern genau hier im Raum Schweiz, Deutschland, Österreich und Norditalien. Der Ausschluss von «Horizon Europe» entkoppelt die Schweiz auf schmerzliche Art und Weise von diesen Forschungs- und Innovationsclustern. Als nicht assoziiertes Drittland ist beispielsweise eine Beteiligung am Förderinstrument «Accelerator» des European Innovation Council (EIC), mit dem innovative KMU gefördert werden, nicht möglich. Bei den Gemeinschaftsprojekten ist die Teilnahme zwar noch möglich, wird durch den Status als nichtassoziiertes Land aber sehr schwierig. Diese Herabstufung schadet der Innovationskraft der Schweizer Industrie. Hinzu kommt, dass der Schweiz im Tech-Bereich eine Abwanderung von Spitzenkräften in der Forschung und Industrie droht. Diese wird Spuren in der Innovationskraft hinterlassen.

Swissmem begrüsst den Entscheid des Bundesrates, finanzielle Mittel für Übergangsmassnahmen der Innosuisse zu den Ausschreibungen des EIC Accelerator bereitzustellen. Kurzfristig ist dies eine adäquate Lösung. Mehr Fördermittel können aber die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in gemischten Konsortien nicht ersetzen. Die schnellstmögliche Assoziierung an die europäischen Forschungsprogramme bleibt weiterhin die beste Option für den Forschungsplatz Schweiz. Swissmem fordert deshalb den Bundesrat auf, alles Notwendige zu tun, damit eine Assoziierung der Schweiz an «Horizon Europe» noch in diesem Jahr möglich wird. Parallel dazu sind die Ergänzungs- und Ersatzmassnahmen für eine verstärkte, grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa und global umzusetzen. Das stellt sicher, dass der Forschungsstandort Schweiz künftig noch internationaler und von politischen Unwägbarkeiten im Verhältnis Schweiz – EU weniger abhängig wird.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.innosuisse.ch/inno/de/home/aktuell/news/ubergangsmassnahme-swiss-accelerator.html

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