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ASM-Archiv: 40 Laufmeter Dokumente erschlossen

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Bereichsleiter Kommunikation und Public Affairs
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Mit dem Umzug der Swissmem-GeschĂ€ftsstelle im Jahr 2012 mussten aus PlatzgrĂŒnden die umfangreichen Archive des Arbeitgeberverbands Schweizer Maschinen- und Metall-Industrieller ASM und des Vereins Schweizerischer Maschinen-Industrieller VSM aufgegeben werden. Das Archiv fĂŒr Zeitgeschichte hat den Bestand ĂŒbernommen.

Die beiden VerbĂ€nde VSM und ASM hatten 45 Jahre lang ihren GeschĂ€ftssitz am Kirchenweg in ZĂŒrich. In den grosszĂŒgigen RĂ€umlichkeiten sind wĂ€hrend dieser Zeit umfangreiche Archive entstanden, welche die Geschichte dieser VerbĂ€nde bis zurĂŒck in die GrĂŒndungsjahre dokumentieren. Mit dem Umzug der GeschĂ€ftsstelle mussten die Akten aus PlatzgrĂŒnden weggegeben werden. Das Archiv fĂŒr Zeitgeschichte der ETH ZĂŒrich hat sie ĂŒbernommen. Dieses sichert Schrift-, Ton- und Bilddokumente aus privatem Besitz zur Geschichte der Schweiz und macht die historischen QuellenbestĂ€nde öffentlich zugĂ€nglich. Weitgehend vollstĂ€ndiger Archivbestand WĂ€hrend des letzten Jahres hat nun das Archiv fĂŒr Zeitgeschichte den 40 Laufmeter umfassenden Bestand an ASM-Dokumenten gesichtet und erschlossen. Er wurde sortiert und chronologisch geordnet, dann folgte die Verzeichnung und Strukturierung in thematischen Dossiers. Die Verbandsfilme wurden digitalisiert. Der Archivbestand zeigt eine grosse VollstĂ€ndigkeit bis zurĂŒck in die GrĂŒndungszeit. Mit der öffentlichen ZugĂ€nglichkeit stehen die Dokumente nun auch fĂŒr mögliche Forschungsarbeiten zur VerfĂŒgung. Dokumentation der sozial- und arbeitspolitischen Geschichte der MEM-Industrie In Korrespondenzen, Protokollen, Statuten, Publikationen und weiteren Unterlagen sind die wichtigen Stationen der ASM-Geschichte dokumentiert. 1905 wurde der Arbeitgeberverband schweizerischer Maschinen- und Metall-Industrieller (ASM) gegrĂŒndet; Arbeitgeber aus den Reihen des VSM schlossen sich darin zu einer Organisation zusammen, welche ihre Interessen auf dem Gebiet der Sozialpolitik und speziell gegenĂŒber Arbeitnehmerbewegungen vertreten sollte. 1923 grĂŒndete der ASM fĂŒr seine Mitglieder die Streikversicherungsgenossenschaft (STVG), damit diese sich finanziell gegen Arbeitskonflikte absichern konnten. In der Sozialpolitik ĂŒbernahm der ASM die Verwaltung von FĂŒrsorgekassen, wie der ArbeitslosenfĂŒrsorgekasse oder der WehrmĂ€nnerausgleichskasse fĂŒr Angehörige der Maschinen- und Metallindustrie. Als SpĂ€tfolge der Weltwirtschaftskrise und im Rahmen der Anstrengung, den Arbeitsfrieden ohne staatliche Einmischung garantieren zu können, beschlossen die Vertreter der Gewerkschaften und des ASM 1937 das Friedensabkommen in der Maschinenindustrie (Vereinbarung in der Maschinenindustrie, VMI), den sogenannten Arbeitsfrieden. Die Vereinbarung wurde seither stetig erneuert. Seit 1999 traten VSM und ASM unter der Marke Swissmem auf. 2007 Ă€nderte der VSM seinen Namen in Swissmem und ĂŒbernahm auch die AktivitĂ€ten des ASM. Als TrĂ€ger des Gesamtarbeitsvertrags der MEM-Industrie bleibt der ASM jedoch weiterhin bestehen. Erschliessung des VSM-Archivs folgt Das ASM-Archiv ist eine ErgĂ€nzung zu demjenigen des Schweizerischen Handels- und Industrie-Vereins (Vorort, heute economiesuisse) und des ehemaligen Elektrokonzerns Landis & Gyr, welche sich beide ebenfalls im Archiv fĂŒr Zeitgeschichte befinden. Ein vierköpfiges Projektteam ist nun dabei, das mit ca. 200 Laufmetern wesentlich umfangreichere VSM-Archiv zu erschliessen. Weitere Informationen <link www.afz.ethz.ch/&gt;https://www.afz.ethz.ch/</link>  Online-Archiv (die Einsicht ist gesuchspflichtig) <link onlinearchives.ethz.ch/&gt;http://onlinearchives.ethz.ch/</link>

Letzte Aktualisierung: 21.05.2015