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Beteiligung der Schweiz am Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020

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Der Bund rechnet damit, dass trotz Annahme der Masseneinwanderungsinitiative in der zweiten HĂ€lfte des Jahres mit der EU ein Abkommen ĂŒber das Forschungsrahmenprogramm abgeschlossen werden kann. Schweizer Forschende können sich weiterhin um Projekte bewerben.

Das Forschungsrahmenprogramm ist das Hauptinstrument der EuropĂ€ischen Union zur Umsetzung ihrer gemeinschaftlichen Wissenschafts- und Innovationspolitik. Am 1. Januar 2014 startete die jĂŒngste, achte Generation «Horizon 2020 – das Rahmenprogramm der EU fĂŒr Forschung und Innovation». Dieses dauert bis 2020 und umfasst ein Gesamtbudget von fast 80 Milliarden Euro. Das Eidgenössische Parlament hat im September 2013 den Gesamtkredit von 4,4 Milliarden Franken (inklusive Begleitmassnahmen und Reserve) fĂŒr die Beteiligung der Schweiz als assoziiertes Mitglied gutgeheissen. Wie bereits fĂŒr das 6. und 7. Forschungsrahmenprogramm soll auch fĂŒr «Horizon 2020» ein Abkommen mit der EU ausgehandelt. Ziel ist es, die ununterbrochene Assoziierung der Schweiz sicherzustellen. Diese Verhandlungen befanden sich zum Zeitpunkt der Abstimmung ĂŒber die Masseneinwanderungsinitiative kurz vor dem Abschluss. Nach der Annahme der Initiative wartet die EU ab, wie die Schweiz mit der Erweiterung der PersonenfreizĂŒgigkeit auf Kroatien weiter verfĂ€hrt. In diesem Zusammenhang wurden die Verhandlungen ĂŒber Horizon 2020 und Erasmus+ sistiert. Da die PersonenfreizĂŒgigkeit oder weitere bilaterale VertrĂ€ge keine Voraussetzung sind, ist damit die mögliche Assoziierung bei Horizon 2020 nicht aufgehoben sondern aufgeschoben. Das Staatssekretariat fĂŒr Bildung, Forschung und Innovation rechnet aktuell damit, dass ein Abkommen in der zweiten HĂ€lfte des Jahres abgeschlossen werden kann. Das Parlament hat in der Botschaft zur Schweizer Beteiligung an Horizon 2020 vorgesehen, dass die gesprochenen Mittel bis zu einer Assoziierung der Schweiz fĂŒr projektweise Beteiligungen von Schweizer Forschungspartner verwendet werden können. Somit können sich Schweizer Forschende der Hochschulen wie der Wirtschaft weiterhin um Projekte des Forschungsrahmenprogrammes bewerben. Das Staatssekretariat fordert die interessierten Kreise explizit dazu auf. Aus Sicht der Wirtschaft werden im Moment einzelne Instrumente, die die Förderung von einzelnen Unternehmen beabsichtigen, fĂŒr Schweizer Firmen nicht zugĂ€nglich sein. Mit der erwarteten Assoziierung stehen bei diesen Instrumenten interessante Potenziale bereit. Das neue Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 ist neu in drei SĂ€ulen gegliedert.

  • Wissenschaftsexzellenz: StĂ€rkung der Wissenschaftsbasis in Europa auf höchstem Niveau
  • FĂŒhrende Rolle der Industrie: Förderung der fĂŒhrenden Rolle der Industrie zur UnterstĂŒtzung von Unternehmen, einschliesslich kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), sowie der Innovation in Europa
  • Gesellschaftliche Herausforderungen: Förderung von Massnahmen die das gesamte Spektrum von der Grundlagenforschung bis zur Umsetzung abdecken, zur BewĂ€ltigung gesellschaftlicher Herausforderungen

Bei den letztgenannten SĂ€ulen ergeben sich aus der Definition vielfĂ€ltige Möglichkeiten fĂŒr Mitgliedfirmen, sich an Ausschreibungen zu beteiligen. Weitere Informationen zum Forschungsrahmenprogramm finden Sie auf der Webseite von Euresearch, mandatiert vom Bund um die Schweizer Beteiligung an der EuropĂ€ischen Forschung zu unterstĂŒtzen: <link www.euresearch.ch/en/european-programmes/horizon-2020/&gt;https://www.euresearch.ch/en/european-programmes/horizon-2020/</link> Gerne senden wir Ihnen eine BroschĂŒre mit einer vertieften Übersicht ĂŒber Horizon 2020 zu oder beraten Sie zu konkreten Fragestellungen. Kontakt: Robert Robert Rudolph, Leiter Bildung und Innovation, Telefon +41 44 384 48 44, Email <link r.rudolph@swissmem.ch>r.rudolph@swissmem.ch</link>

Letzte Aktualisierung: 26.02.2014