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Erhöhung des Netzzuschlags auf 1,3 Rp / kWh

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Ab dem 1. Januar 2016 bezahlen die Schweizer Stromkonsumenten einen Zuschlag von 1,3 Rappen / Kilowattstunde fĂŒr die Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien und GewĂ€ssersanierungen. Damit hat sich der als KEV-Abgabe bekannte Netzzuschlag innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt.

Ende Juni hat der Bundesrat eine Revision der Energieverordnung verabschiedet, die den Netzzuschlag nach Art. 15b des Energiegesetzes von heute 1,1 Rp./kWh auf 1,3 Rp. / kWh anhebt. Dieser Zuschlag fliesst in einen Fonds, der die Kostendeckende EinspeisevergĂŒtung (KEV), die EinmalvergĂŒtungen fĂŒr kleine Photovoltaikanlagen, die Wettbewerblichen Ausschreibungen fĂŒr Stromeffizienz (Prokilowatt), die RĂŒckerstattungen an Grossverbraucher, die Risikogarantien fĂŒr Geothermieprojekte, die Vollzugskosten sowie GewĂ€sserschutzmassnahmen finanziert. Der Anstieg fĂ€llt geringer aus als vor einem Jahr, als der Netzzuschlag von 0,6 auf 1,1 Rp./kWh anstieg. Die im Energiegesetz festgeschriebene Maximalhöhe von 1,5 Rp./kWh dĂŒrfte in ein bis zwei Jahren erreicht sein. Im Rahmen der Energiestrategie 2050 diskutiert das Parlament gegenwĂ€rtig ĂŒber eine weitere Erhöhung des Maximalwerts auf bis zu 2,3 Rp./kWh. Als Hauptgrund fĂŒr die Erhöhung gibt der Bund den kontinuierlichen Zubau von neuen Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien an. Die Anhebung des Zuschlags sei nötig, um die LiquiditĂ€t des Netzzuschlagsfonds weiterhin zu gewĂ€hrleisten und mit dem Abbau der KEV-Wartelisten fortzufahren. Dem Bundesratsbeschluss war im April eine Anhörung vorangegangen. Darin hatte sich Swissmem, im Einklang mit der Mehrheit der Anhörungsteilnehmer aus der Industrie- und Dienstleistungswirtschaft, gegen die Erhöhung ausgesprochen. Der Ergebnisbericht zur Vernehmlassung ist auf der Vernehmlassungsseite des Bundes zu finden. Stromintensive Grossverbraucher haben die Möglichkeit, eine vollstĂ€ndige oder teilweise RĂŒckerstattung des Netzzuschlags zu beantragen. Dies setzt voraus, dass sich die ElektrizitĂ€tskosten des Unternehmens auf mehr als 5% seiner Bruttowertschöpfung belaufen, der Netzzuschlag eine Höhe von 20'000 CHF/Jahr ĂŒberschreitet und sich das Unternehmen im Rahmen einer Zielvereinbarung mit der Bund zu einer Steigerung seiner Energieeffizienz verpflichtet. Zudem muss es 20% der RĂŒckerstattungssumme in zusĂ€tzliche Energieeffizienzmassnahmen investieren. FĂŒr Unternehmen, bei denen sich die Höhe des Netzzuschlags im Bereich der Mindestgrenze bewegt, lohnt sich eine erneute LageprĂŒfung aufgrund des gestiegenen Zuschlags. Kontakt bei Swissmem: Sonja Studer, Ressortleiterin Energie, e-mail <link s.studer@swissmem.ch>s.studer@swissmem.ch</link>, Tel. +44 384 48 66

Letzte Aktualisierung: 02.07.2015