Die Stärke der Schweizer Verteidigungsindustrie liegt in hochspezialisierten Nischen. Dazu gehören insbesondere Sensorik, optoelektronische Systeme, Flugabwehrtechnologien, präzise mechanische Komponenten sowie Kommunikations- und Führungssysteme. Diese Fähigkeiten sind meist integraler Bestandteil moderner militärischer Systeme und machen die Schweiz in bestimmten Bereichen zu einem unverzichtbaren Partner.
Warum ist das wichtig?
Eine eigene Verteidigungsindustrie ist von grosser strategischer Bedeutung. Sie stellt sicher, dass die Schweiz im Krisenfall über die Fähigkeiten verfügt, ihre Waffensysteme zu betreiben, zu warten und weiterzuentwickeln. Besonders wichtig ist der Zugang zu Spitzentechnologien. Verteidigungsrelevante Technologien gehören häufig zu den innovativsten und leistungsfähigsten überhaupt. Ohne eigene industrielle Fähigkeiten besteht die Gefahr, von der internationalen Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit ausgeschlossen zu werden.
Darüber hinaus schafft eine eigene Verteidigungsindustrie Verhandlungsmacht. Nur wer selbst über relevante Fähigkeiten und Technologien verfügt, kann im internationalen Kontext als gleichwertiger Partner auftreten. Gerade in Krisensituationen ist das für die eigene Sicherheit entscheidend. Nur wer für andere Länder technologisch relevant ist, kann im Notfall mit Unterstützung aus dem Ausland rechnen. Der Erhalt dieser industriellen Basis ist daher von zentraler Bedeutung für die Sicherheit und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit der Schweiz.
