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Stellensuche w√§hrend der K√ľndigungsfrist

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Will man Einbussen beim Arbeitslosengeld vermeiden, muss man sich bereits w√§hrend der K√ľndigungsfrist regelm√§ssig f√ľr eine neue Stelle bewerben. Gem√§ss Bundesgericht d√ľrfen qualifizierte Berufsleute ihre Suche zu Beginn auf das bisherige T√§tigkeitsfeld konzentrieren.

Zu beurteilen hatte das Bundesgericht den Fall eines Mannes, der im Sozialbereich t√§tig gewesen ist. Sein Arbeitsvertrag wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgel√∂st. Nachdem er bis zum Ende der K√ľndigungsfrist keine neue Stelle gefunden hatte, meldete er sich beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum an. Das RAV stellte seine Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosengeld f√ľr drei Tage ein, da er sich w√§hrend der laufenden K√ľndigungsfrist nicht ausreichend um eine Stelle bem√ľht habe. Dies zu Recht, wie das Bundesgericht in letzter Instanz best√§tigt hat. Das Bundesgericht wies in seinem Entscheid darauf hin, dass sich von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen bereits w√§hrend der laufenden K√ľndigungsfrist unaufgefordert um eine neue Stelle bem√ľhen m√ľssen. Diese k√∂nnten sich nicht dadurch entschuldigen, sie h√§tten um ihre Pflicht zur Stellensuche nicht gewusst. Qualifizierten Berufsleuten ist gem√§ss den Ausf√ľhrungen des Bundesgerichts w√§hrend der K√ľndigungsfrist das Recht zuzugestehen, ihre Suchbem√ľhungen auf den bisherigen bzw. angestammten Berufszweig zu beschr√§nken. Spezialisierte Arbeitskr√§fte m√ľssten sich deshalb weniger h√§ufig bewerben als Hilfskr√§fte. Sofern es im angestammten T√§tigkeitsbereich jedoch kaum oder gar keine offenen Stellen gebe, m√ľsse auch eine andere Arbeit gesucht werden. Im konkreten Fall habe sich der Betroffene w√§hrend der K√ľndigungsfrist w√§hrend einem ganzen Monat √ľberhaupt nicht beworben. Das Bundesgericht f√ľhrte hierzu aus, dass er sich nicht dadurch entlasten k√∂nne, dass in dieser Zeit keine Stelle im Sozialbereich angeboten worden sei. (Urteil 8C_278/2013 vom 22. Oktober 2013; BGE-Publikation)

Letzte Aktualisierung: 26.03.2014