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Christian-Erik Thöny: Alle Beteiligten profitieren von Freihandel

Die Schweizerinnen und Schweizer stimmen am 7. März über das Freihandelsabkommen mit Indonesien ab. Freihandelsabkommen sind entgegen der oft vorgebrachten Kritik ein Gewinn für alle Beteiligten. Das ist auch beim Abkommen mit Indonesien der Fall. Es profitieren beide Seiten wirtschaftlich, sozial und ökologisch. Die Schweiz kann mit diesem Freihandelsabkommen einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung von höheren Umweltstandards und damit des Umweltschutzes leisten.

Das Abkommen zwischen der Schweiz und Indonesien stärkt die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Das geschieht, indem rund 98 Prozent aller Schweizer Exporte von Zöllen befreit werden. Diese betragen heute für gewisse Güter bis zu 30 Prozent. Schweizer Produkte werden also dank dem Abkommen für indonesische Käufer preisgünstiger und damit attraktiver. Das Abkommen sorgt auch für den Schutz des geistigen Eigentums und für Rechtssicherheit. Das ist für eine innovative Wirtschaft, wie wir sie hier in der Schweiz haben, sehr wichtig. Das Abkommen stärkt den Produktionsstandort Schweiz ganz direkt und hilft mit, dass Arbeitsplätze erhalten werden. Weil die direkte Konkurrenz der Schweizer Unternehmen in der EU und den USA noch nicht über ein Freihandelsabkommen mit Indonesien verfügt, profitiert die Schweiz gleich doppelt. Auch nützt die Stärkung der Handelsbeziehungen vielen kleinen Betrieben gerade auch in ländlichen Regionen, die als Zulieferunternehmen für die exportierende Wirtschaft arbeiten.

Auch nützt die Stärkung der Handelsbeziehungen vielen kleinen Betrieben gerade auch in ländlichen Regionen, die als Zulieferunternehmen für die exportierende Wirtschaft arbeiten.

Asien wird immer wichtiger als Absatzmarkt. Indonesien kommt neben China eine tragende Rolle zu. Das Land hat insgesamt über 270 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Die Mittelschicht wächst stetig, und die politischen Verhältnisse sind stabil. Verschiedene Studien gehen heute davon aus, dass Indonesien in 30 Jahren zu den vier grössten Volkswirtschaften der Welt gehört. Das sind gute Aussichten für die Schweizer Unternehmen, welche sich rechtzeitig einen Platz für dieses grosse zukünftige Potenzial sichern können. Gleichzeitig können sie Indonesien mit ihrer herausragenden und umweltschonenden Technologie helfen.

Vom Freihandelsabkommen profitiert also nicht nur die Schweiz, sondern ebenso Indonesien. Auch wenn die Gegner des Abkommens das Gegenteil behaupten. Das Abkommen sorgt dafür, dass Schweizer Technologie künftig einfacher und preisgünstiger in Indonesien erhältlich sein wird. Schweizer Exportprodukte zeichnen sich durch ihre Effizienz und Innovation aus. Sie sind ressourcenschonend und emissionsarm. Die Schweizer Produkte helfen beispielsweise beim Aufbau eines leistungsfähigen Gesundheitswesens oder beim Ausbau funktionierender Verkehrs- und Energieinfrastrukturen. Damit kommt Schweizer Technologie ganz direkt der Umwelt und dem Klima zugute. Und nicht zuletzt sorgt der Technologietransfer für Arbeits- und Ausbildungsplätze. Das ist für eine stark wachsende Volkswirtschaft wie Indonesien ein grosser Gewinn, von dem die Gesellschaft besonders profitiert. 

Gerade im Bereich der Nachhaltigkeit überzeugt das Abkommen, über das die Schweizerinnen und Schweizer jetzt abstimmen können. Es enthält nämlich ein Nachhaltigkeitskapitel und damit verbindliche Bestimmungen für die Produktion und den Handel mit Palmöl. Indonesien wird dank dem Abkommen dazu verpflichtet, künftig im Bereich Palmöl auf nachhaltige Standards zu setzen. Das Freihandelsabkommen stärkt auf beiden Seiten die Wirtschaft und sorgt sowohl in der Schweiz als auch in Indonesien für Arbeitsplätze. Es hilft zudem der Umwelt, dem Klima und der sozialen Entwicklung in Indonesien. Das Abkommen mit Indonesien hat deshalb unsere volle Unterstützung verdient.  

Der Beitrag erschien zuerst im Bündner Tagblatt vom 26. Februar 2021.

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