Startseite Aktuelles Auch in schwierigen Zeiten das Netzwerk pflegen
Ansprechpartner  Christoph Blättler Christoph Blättler
Ressortleiter
+41 44 384 48 25 +41 44 384 48 25 c.blaettlernoSpam@swissmem.ch
Teilen

Auch in schwierigen Zeiten das Netzwerk pflegen

Nicola Tettamanti führt zusammen mit seinem Bruder Claudio die Tecnopinz SA in Mezzovico und engagiert sich auch in der Taskforce für die INNOTEQ. Wir haben ihn gefragt, welche Rolle Messen für sein Unternehmen spielen und warum insbesondere die Teilnahme an der INNOTEQ.DIGITAL ein Muss für Schweizer Firmen aus der Fertigungsindustrie sein sollte.

Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Messen?

Nicola Tettamanti: Wir setzen in unserem Unternehmen auf eine optimale und langfristige Kommunikationsstrategie. In diesem Zusammenhang spielt die Teilnahme an Messen eine wichtige Rolle. Als KMU sind wir wie so viele andere in der MEM Industrie in sehr spezifischen Nischen tätig. In unserem Fall geht es um hochgenaue Spannsysteme und die präzisionsmechanische Fertigung.

Diese Spezifizität unseres Unternehmens bedingt, dass wir die Messen sorgfältig auswählen. Deswegen binden wir uns dann auch langfristig an Messen, an denen wir unsere Aktivitäten gut präsentieren können und das richtige Zielpublikum finden.

Die Messe INNOTEQ kann nicht physisch stattfinden. Ist das schade oder ist die virtuelle Durchführung eine gute Alternative?

Es ist für die gesamte Eventbranche ein sehr schwieriger Moment: Wer hätte vor zwei Jahren geglaubt, dass wir mal in eine Situation kommen, in der wir keine Fussballspiele, Konzerte oder Messen besuchen könnten? Die Welt hat sich rasch verändert und ich denke, dass es eine pragmatische und positive Reaktion von Seiten der Trägerverbände Swissmechanic, Swissmem und Tecnoswiss war, das Beste aus dieser neuen und unerwarteten Situation zu machen und sich für eine digitale Messe mit Bernexpo einzusetzen.

Wie beurteilen Sie als Unternehmer grundsätzlich das Thema virtuelle Messen? Haben Sie diesbezüglich bereits Erfahrungen gemacht?

Die Digitalisierung unseres Alltags ist meiner Meinung nach unvermeidbar. Die Pandemie hat diesen Prozess beschleunigt. Mit allen positiven und negativen Aspekten glaube ich, dass wir uns, insbesondere als eines der innovativsten Länder der Welt, weiterentwickeln und die Chancen der Digitalisierung nützen müssen. Innert kürzester Zeit haben wir gelernt, einen grossen Teil unserer Arbeit im Smart-Working, im Homeoffice oder mit Videokonferenzen zu erledigen. Das gilt ebenso auch für Kundenbesuche, die heute vermehrt mit der Unterstützung von digitalen Plattformen stattfinden.

Mit unserer Firma haben wir an verschiedenen Online-Events im Jahr 2020 teilgenommen, insbesondere internationalen B2B-Meetings, die normalerweise physisch stattfinden würden. Die INNOTEQ.DIGITAL ist für uns die erste offizielle digitale Messe, an der wir teilnehmen werden.

Warum sollten aus Ihrer Sicht Unternehmen an der INNOTEQ.DIGITAL teilnehmen?

Das Angebot der INNOTEQ.DIGITAL ist deshalb sehr interessant, weil es die Erwartungen der drei Trägerverbände berücksichtigt und somit alle Aspekte und Akteure unserer Branche anspricht. Das Ziel der Messe ist es, mittelfristig zum neuen Leuchtturm der Schweizer Industriemessen zu werden.

Die Pandemie und deren Konsequenzen werden uns sicherlich noch länger beschäftigen, dennoch ist es wichtig, dass man als Firma vom Anfang an bei der Gestaltung der zukünftigen, wichtigsten Messe unserer Branche in der Schweiz dabei ist. Die Erfahrungen mit der digitalen Durchführung werden sicherlich hilfreich für die Zukunft unserer Branche sein.

Weiter ist es entscheidend, auch in schwierigen Zeiten das persönliche Netzwerk sowie dasjenige des eigenen Unternehmens zu pflegen und sich dafür zu interessieren, was in der Branche läuft und welche Neuheiten auf uns zukommen.

Vom 19.-20. Mai 2021 wird die INNOTEQ.DIGITAL zum Hotspot der Schweizer Fertigungsindustrie

Was empfehlen Sie Unternehmen, die noch nie an einer digitalen Messe teilgenommen haben?

In meiner Verbandstätigkeit als Vorstandsmitglied und Präsident der Wirtschaftskommission bei Swissmechanic und Mitglied bei Swissmem sowie im Gremium der INNOTEQ.DIGITAL habe ich öfters festgestellt, dass die Gestaltung der Inhalte und der Aufbau einer Online-Präsenz die potenziellen Austeller am meisten verunsichern. Im Wissen darum hat die Unterstützung durch die Messeverantwortlichen in diesem Bereich eine hohe Priorität.

Dank der effizienten Plattform der INNOTEQ stehen für die Austeller modulare Austellerpakete zur Verfügung, die massgeschneidert auf die eigenen Bedürfnisse genutzt werden können. Der Auftritt des eigenen Unternehmens ist dank digitaler Module rasch komplettiert und es ist mit einfachen Schritten möglich, Produkte, Videos, Meetings und sogar Webinare zu organisieren, wo es erwünscht ist.

Das Team der Messe pflegt eine direkte Verbindung zu den einzelnen Ausstellern, was die Assistenz und Betretung deutlich vereinfacht.

Zur Person

Nicola Tettamanti (rechts) führt zusammen mit seinem Bruder Claudio die Tecnopinz SA in Mezzovico. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung hochpräziser Spannsysteme und kundenspezifischer mechanischer Komponenten. Besuchen Sie die Firma an der INNOTEQ.DIGITAL!

War dieser Artikel lesenswert?

Verwandte Artikel