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15. Zerspanungsseminar jetzt an vier Standorten

Das Swissmem-Zerspanungsseminar findet im Januar 2024 erstmals auch im Tessin statt und wird damit dreisprachig. Der Leiter und Organisator Pascal Streiff äussert sich zu dieser regionalen Erweiterung, aktuellen Entwicklungen in der zerspanenden Produktion und was die Teilnehmenden am Seminar erwartet.


Die wichtigste Frage zuerst: An wen richtet sich das Swissmem-Zerspanungsseminar, fĂĽr wen ist es von besonderem Interesse?  

Pascal Streiff: Das Seminar ist fĂĽr alle, die mit der zerspanenden Produktion zu tun haben und wissen wollen, wie sie diese optimieren und steigern können. Ob Produktionsverantwortlicher, Entwicklungsleiter oder Fachkräfte an den Maschinen, das Seminar adressiert alle, die fĂĽr eine optimale Produktion verantwortlich sind.  

Warum sind die Werkzeuge aus Ihrer Sicht von so hoher Bedeutung fĂĽr die Produktion?  

Die Werkzeuge sind das A und O. Die beste Maschine nĂĽtzt nichts, wenn nicht die richtigen Werkzeuge eingesetzt werden. Das beinhaltet das Material, die Geometrien im Besonderen und die Beschichtungen. Auch das Know-how, wie sie optimal eingesetzt werden, trägt dazu bei. An den Werkzeugen wird ständig weiterentwickelt, damit diese auch laufend mit den gesteigerten Anforderungen Schritt halten können. Wie zum Beispiel die optimale und effiziente Bearbeitung von schwierigen Stoffen wie Titan oder bleifreiem Messing.  

Das Swissmem-Zerspanungsseminar setzt ab nächstem Jahr einen Tessiner Akzent und findet neu an vier Standorten statt. Wie kam es zur Tessiner Erweiterung des Zerspanungsseminars?  

Es war der Wunsch der Mitglieder, auch fĂĽr diese Region etwas zu machen und das erfolgreiche Zerspanungsseminar ins Tessin zu exportieren, wo es noch nicht so viele Events dieser Art hat. Zusammen mit Norditalien, von wo wir uns ebenfalls einige Teilnehmer erhoffen, glauben wir, dass das Tessin eine sehr wichtige Region ist. Einige sehr erfolgreiche Firmen in unserem Bereich stammen von dort. Ich dachte zuerst, das Vorhaben wĂĽrde mangels Referenten scheitern. Das war nicht der Fall. Italienisch ist gut vertreten. Wir präsentieren in Lugano neun hochwertige Vorträge. 

In der Deutschschweiz finden nach wie vor zwei Zerspanungsseminare statt, in Olten und in Pfäffikon. Warum findet es in der Deutschschweiz an zwei Standorten statt?  

Einerseits aus KapazitätsgrĂĽnden und damit die Teilnehmer kĂĽrzere Anreisen haben. Wir hatten schon immer zwei Standorte in der Deutschschweiz und hatten an beiden Orten schon weit ĂĽber 100 Teilnehmer. Leider hat dies das letzte Mal nicht ganz geklappt, weil wir wegen Corona noch kurzfristig verschieben mussten und in einem Hotel der Konferenzraum nicht mehr frei war. Auch waren es wegen Corona und der Verschiebung weniger Teilnehmer. Diesmal konnten wir wieder länger planen. Wir erwarten an allen Orten wieder eine hohe Teilnehmerzahl.  

Welche Themen werden konkret behandelt? Wo liegen im Januar 2024 die Schwerpunkte?  

Es sind wieder vor allem Neuentwicklungen und Möglichkeiten zur Prozessoptimierung, die vorgestellt werden. Ganz unterschiedliche Vorträge, aber alle äusserst interessant. Werkzeuge fĂĽr die Hochleistungszerspanung werden präsentiert, Digitalisierung wird thematisiert, aber auch auf das Zusammenspiel verschiedener Faktoren einzugehen und damit bessere Ergebnisse zu erzielen, haben sich verschiedene Referenten vorgenommen.  

Sie wollen am Zerspanungsseminar teilnehmen? Programm und Anmeldung finden Sie hier.

Wird es zwischen der Deutschschweiz, Westschweiz und dem Tessin unterschiedliche Themen geben, die vorgetragen werden?  

Die meisten Firmen präsentieren den gleichen Vortrag in der jeweiligen Sprache. Es hat aber auch einige, die regional verschiedene Vorträge halten. Mikron Tool zum Beispiel referiert in der Deutschschweiz ĂĽber die Fertigung orthopädischer Implantate, in der Romandie ĂĽber die Bearbeitung von bleifreiem Messing, mit der damit verbundenen Lösung der schwierig verarbeitbaren Späne, und im Tessin ĂĽber Ingenieurleistungen, die neue Standards fĂĽr die Hochleistungsbearbeitung setzen können. Ganz unterschiedliche Themen, die aber ĂĽberall interessant wären. Es hat noch weitere, die das tun: Rego-Fix haben in der Deutschschweiz ein Thema zur Digitalisierung in der Werkzeugspanntechnik, während sie in den beiden anderen Regionen den Rundlauf fĂĽr die Hochpräzision als Thema haben und Louis BĂ©let SA referiert in der Romandie darĂĽber, wie KI die Zerspanung revolutioniert, während es in den anderen Regionen wieder Bearbeitungsthemen sind. Auch Alesa geht speziell fĂĽr die Romandie auf Mikrotechnologie ein. Lassen wir uns ĂĽberraschen, wie das ankommt.  

RenĂ© Näf, langjähriger Moderator und Mitinitiator des Zerspanungsseminars, präsentiert die Unterwasserwelt der Weltmeere. Was erwartet die Besucher bei diesem Vortrag?  

Ja, da freue ich mich ganz besonders drauf. Ich konnte RenĂ© Näf ĂĽberzeugen, seine langjährigen Taucherfahrungen, insbesondere auch im Umgang mit Haien, mit uns zu teilen. Zugegeben, die Verbindung der scharfen Haizähne mit den scharfen Schneiden der Werkzeuge ist schon etwas fragil, wenn auch nicht ganz abwegig. Die Haihaut hat schon Pate gestanden fĂĽr die Optimierung der Aussenschicht von Flugzeugen, weil sie die optimale Form fĂĽr Aerodynamik hat. Aber darum geht es nicht. Der Vortrag handelt von der Faszination des Hais als wichtiges und wertvolles Tier fĂĽr den Schutz unserer Meere und vom Projekt Sharkproject, das den Raubbau an den Haien bekämpft. Lassen Sie sich ĂĽberraschen. Wer RenĂ© Näf kennt, weiss auch, dass er fantastische Bilder zu sehen bekommt. 

Das Interview fĂĽhrte Matthias Böhm, Chefredaktor SMM 

 

 

Der Industriesektor vereint die Hersteller von Präzisionswerkzeugen sowie jene von Spannzeugen, Spannmitteln und Hartstoffbeschichtungen.
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Letzte Aktualisierung: 28.11.2023