Personalentwicklung wird bei Netstal-Maschinen AG gross geschrieben :: Swissmem - Der Werk- und Denkplatz Schweiz

Personalentwicklung wird bei Netstal-Maschinen AG gross geschrieben

Von: Barbara Zimmermann-Gerster, Ressortleiterin Arbeitgeberpolitik

15.11.17

Für die Firma Netstal-Maschinen AG in Näfels ist die Entwicklung ihrer rund 400 Mitarbeitenden ein wichtiges Anliegen. Jeder Mitarbeitende, ob jünger oder älter, wird ab der Rekrutierung über das Probezeitgespräch hinaus in den Regelkreis eingeführt. Dieser Regelkreis besteht aus den folgenden Elementen: Round Table, jährliches Mitarbeitergespräch, Zielvereinbarung, Zielbeurteilung und Lohnrunde.

Im Round Table wird das Entwicklungspotential jedes Mitarbeitenden mit dem Vorgesetzten und dem übergeordneten Vorgesetzten eingeschätzt. Gemeinsam wird eruiert, welche Arbeitsleistung, welches Verhalten und welches Potential der Mitarbeitende hat und wo er sich innerhalb seiner beruflichen Entwicklung befindet. Hier wird auf Leitungsebene gemeinsam entschieden, welche Massnahmen von Seiten Unternehmen unterstützt und eingeleitet werden.


Jährliches Mitarbeitergespräch ist zentral

Im jährlichen Mitarbeitergespräch werden dann die besprochenen Personalentwicklungsmassnahmen zusammen mit den Vorstellungen des Mitarbeitenden abgeglichen. Dazu dient u.a. ein webbasierter persönlicher Entwicklungsplan, in welchem aufgenommen wird, wie die Laufbahn aussehen kann und mit welchen Massnahmen das gesetzte Ziel erreicht werden soll. Es wird dabei auch aufgezeigt, wie Stärken gestärkt, erkannte Lücken geschlossen, allenfalls Defizite behoben werden und wann diese Schritte eingeleitet werden sollen. Hier wird geprüft, ob der Mitarbeitende eine Aus- oder Weiterbildung besuchen soll; falls ja, wird diskutiert, welche Art von Bildung unter welcher Kostenbeteiligung. Der persönliche Entwicklungsplan ist ein wichtiges Führungsinstrument, um die Mitarbeitenden zielführend weiter zu bringen.

 

Lernen kennt keine Altersgrenzen

Auch die Aus- und Weiterbildung steht für die Firma an zentraler Stelle, so Sibylla Fischer, Personalbereichsleiterin der Netstal-Maschinen AG. Zur Erhaltung ihrer Arbeitsmarktfähigkeit sei ausschlaggebend, dass sich die Mitarbeitenden – jüngere wie ältere – laufend weiterbilden, d.h. sich mit Neuem auseinandersetzen und allfällige Berührungsängste mit Bildung ablegen. Dies beginnt bereits mit der Einarbeitung (into the job) und ist als kontinuierlicher Prozess zu verstehen (on und off the job). Entscheidend ist, dass sich vor allem auch die älteren Mitarbeitenden bewusst sind, dass sie sich mit jeder Veränderung persönlich weiterentwickeln und ihre Lernfähigkeit beweisen. Sibylla Fischer geht selbst mit gutem Beispiel voran und absolviert als Ü50-Mitarbeiterin zurzeit ein Nachdiplomstudium zur diplomierten Personalleiterin.

 

Noch mehr institutionalisieren

Die Firma unterstütze ihre Mitarbeitenden bereits stark. Vieles basiere momentan auf individuellen und persönlichen Anstrengungen und ist daher abhängig vom Engagement des jeweiligen Mitarbeitenden und seinem Vorgesetzten. Sibylla Fischer möchte das Thema Personalentwicklung deshalb mehr systematisieren. Neben den dazu nötigen Instrumenten, welche vom HR zur Verfügung gestellt werden müssen, braucht es vor allem die Führungskräfte, welche diese verantwortungsvolle Aufgabe der Personalentwicklung systematisch umsetzen. Neu zu rekrutierende Führungskräfte werden deshalb bereits vor deren Anstellung in einem persönlichen Coaching-Gespräch auf ihre zukünftige Führungsaufgabe vorbereitet. Dabei wird sichergestellt, dass sie die Netstal-Führungskultur kennenlernen und anwenden können.

 

Personalentwicklung muss auf allen Ebenen stattfinden

Im Moment findet die Sensibilisierung der Personalentwicklung schon dadurch statt, dass sie als strategisch wichtiger Teilbereich im HR aufgenommen wurde. Damit hat die Arbeit im Rahmen einer professionellen Personalentwicklung erst richtig begonnen. Die Diplomarbeit von Sibylla Fischer soll aufzeigen, wo der primäre Handlungsbedarf für die Firma liegt. In einem auf das Unternehmen ausgerichteten Personalentwicklungskonzept werden dann die dazu notwendigen Rahmenbedingungen beschrieben. Letztlich ist es für jedes Unternehmen wichtig, die in Zukunft benötigten Kompetenzen rechtzeitig zur Verfügung zu haben, die Mitarbeitenden zu befähigen, den stetig ändernden Anforderungen gewachsen zu sein und dabei die Freude an der eigenen Aufgabe zu behalten.

 

Für weitere Fragen steht den Mitgliedfirmen von Swissmem Frau Barbara Zimmermann-Gerster, Ressortleiterin Bereich Arbeitgeberpolitik gerne zur Verfügung (044 384 42 10 oder b.zimmermannanti spam bot@swissmemanti spam bot.ch).