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Energiemangellage

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Swissmem engagiert sich, um eine Mangellage zu vermeiden.

Im kommenden Winter droht eine Energiemangellage. Swissmem engagiert sich daher stark im Bereich präventiver Massnahmen. Primär geht es darum, eine Mangellage zu vermeiden. Gleichzeitig soll die Krisenbewältigung vorbereitet werden für den Fall, dass eine Energiemangellage tatsächlich eintritt. Wir bieten Ihnen eine Übersicht zu den industrierelevanten Handlungsfeldern und Informationsquellen.

Jahrzehntelang konnte sich die Bevölkerung in der Schweiz auf eine sichere, unterbruchsfreie Gas- und Stromversorgung verlassen. Diese Versorgungssicherheit zählt auch zu den wichtigsten Standortvorteilen des Werkplatzes Schweiz. Die Industrie ist für ihre Produktionsprozesse auf eine sichere und wirtschaftlich tragbare Energieversorgung existenziell angewiesen.

Eine Energiemangellage würde Gesellschaft und Wirtschaft nach der Corona-Pandemie vor neue, sehr grosse Herausforderungen stellen. In der Industrie würden Unterbrüche in der Gas- und Stromversorgung die Produktion in den allermeisten Betrieben erheblich beeinträchtigen und schlimmstenfalls völlig zum Erliegen bringen. Mit den gegenwärtig historisch hohen Energiepreisen sowie der drohenden Energiemangellage im Winter besteht eine erhebliche Gefahr, dass Firmen Konkurs gehen. Dadurch könnte die Industrie in der Schweiz wesentlich an Substanz verlieren. Die Folge wären massive Wohlstandseinbussen.

Swissmem engagiert sich seit Monaten, um eine Mangellage zu vermeiden. Unsere Strategie basiert auf sechs Pfeilern:

  1. Unterstützung der Energiesparkampagne des Bundes:
    Um eine Gas- und Stromkontingentierung oder rollierende Netzabschaltungen zu verhindern, muss ab sofort so viel Energie wie möglich freiwillig eingespart werden. Swissmem engagiert sich im Aufbau einer gesellschaftlich breit abgestützten Sparbewegung. Diese Energiespar-Allianz umfasst Verbände, Unternehmen, Vereine, Gewerkschaften und viele weitere Organisationen.
  2. Umstellen von Zweistoffanlagen:
    Firmen, die über Zweistoffanlagen verfügen, können mit der Umstellung des Betriebes von Gas auf Heizöl den Erdgasverbrauch in der Schweiz erheblich senken. Das Einsparpotential wird auf 15-20 Prozent geschätzt. Swissmem hat sich dafür eingesetzt, dass Firmen, die frühzeitig ihre Zweitstoffanlagen auf Heizölbetrieb umstellen, keine Nachteile erfahren.
  3. Produktion sichern:
    Swissmem fordert die analogen Kurzarbeitsregeln wie in der Covid-Phase. Ferner sollen Firmen, die prozessbedingt auf eine unterbruchsfreie Strom- und Gasversorgung angewiesen sind, von einer Strom- und Gaskontingentierung ausgenommen werden.
  4. Unternehmen unterstützen:
    Über die Plattform www.mangellage.ch können sich Unternehmen über die Robustheit der Energieversorgung und die Preisentwicklungen informieren. Die Informationen werden in einem übersichtlichen Mangellage-Cockpit aggregiert. Sollte es zu einer Kontingentierung von Strom und Gas kommen, bietet mangellage.ch eine Plattform an, auf der Unternehmen Strom- und Gas-Verbrauchsrechte untereinander handeln können.
  5. Mittelfristiger Ausbau der Stromproduktion:
    Swissmem engagiert sich politisch für den raschen Ausbau der inländischen Stromproduktion. Zudem fördert Swissmem diverse Netzwerke, welche neue Technologien weiterentwickeln und skalieren.
  6. Überzeugungsarbeit bei Öffentlichkeit und Bund:
    Swissmem vertritt die Stimme der Tech-Industrie gegenüber dem Bund. Unsere Forderungen stützen sich auf Umfrageergebnisse sowie Referenzbeispiele aus der Mitgliedschaft. Gesicherte Daten werden in den kommenden Monaten für die Überzeugungsarbeit noch wichtiger. Dazu sind Umfragen zentral. Swissmem plant in den kommenden Wochen vermehrt Kurzumfragen. Diese Rückmeldungen aus der Mitgliedschaft sind sehr wichtig. Sie erlauben, Forderungen mit Zahlen und Fakten zu untermauern. Danke fürs Mitmachen (siehe unten «ihr Beitrag zählt»)!

Informationen

  • Energiesparkampagne des Bundes: Das am 31. August 2022 freigeschaltete Informationsmaterial (D: www.nicht-verschwenden.ch; F: www.stopgaspillage.ch ; I: www.zero-spreco.ch) des Bundes enthält Spartipps für Unternehmen, die Industrie und Private.
     
  • www.mangellage.ch: Die von Swissmem unterstützte und mitinitiierte Plattform mangellage.ch bietet Informationen zum Stand der Energieversorgung, eine Marktpreis-Übersicht und Experten-Einschätzungen zur Markt-Entwicklung im Bereich Erdgas und Strom. Gegen Gebühr stehen erweiterte Funktionalitäten zur Verfügung. Swissmem-Mitglieder erhalten einen verbilligten Zugang auf den vollen Funktionalitätszugang von mangellage.ch.
    In einer besonders schweren Mangellage kann es zu Energie-Kontingentierungen kommen. Ein demnächst über die Plattform mangellage.ch ermöglichter Kontingentenhandel erlaubt es Unternehmen, untereinander Handel mit «Verbrauchsrechten» zu treiben. Wer über nicht benutzte Energie-Kontingente verfügt, kann diese über mangellage.ch an ein anderes Unternehmen verkaufen. Die Plattform funktioniert dabei als Inserateplattform für Käufer und Verkäufer. Zudem werden Verbrauchsrechte-Transaktionen dokumentiert und durch die betroffenen Netzbetreiber bestätigt. Bestenfalls erhöht dies die Flexibilität sowie die Handlungsoptionen und ermöglicht produzierenden Unternehmen, eine schwere Mangellage besser zu bewältigen.  Mehr Informationen.
     
  • Swissmem Mitgliedfirmen können auf dem Extranet auf zusätzliche Informationen in den Rundschreiben zugreifen.

 

 

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Konkrete Firmenbeispiele im Zusammenhang mit der drohenden Energiekrise, welche wir Medien vermitteln können, sind äusserst wertvoll: von Energiesparinitiativen im Rahmen der Spar-Allianz bis hin zu Produkten und Prozessen, welche die Energieeffizienz steigern.

Wir danken Ihnen, wenn Sie mit Anliegen und Beispielen direkt auf uns zukommen. Bitte melden Sie sich bei Ivo Zimmermann, Leiter Kommunikation (i.zimmermannnoSpam@swissmem.ch). Wir unterstützen Sie auch bei allfälligen Medienauftritten.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 20.10.2022