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Erhebung zur Innosuisse: Wer profitiert von den Förderbeiträgen?

Erfolgreiche Innovationen benötigen Know-how, finanzielle Ressourcen und Ausdauer. KMU haben rein grössenbedingt Nachteile, die damit verbundenen Risiken zu tragen. Die Innovationsförderung kann hier eine wichtige Rolle spielen. Doch wie sieht die Realität aus? Das hat die Konjunkturforschungsstelle KOF von der ETH Zürich nun zum ersten Mal bei der Schweizer Förderagentur Innosuisse untersucht.

Die KOF der ETH Zürich hat in ihrer aktuellsten Innovationserhebung auch alle Unternehmen befragt, die Gesuche für Innovationsprojekte und Innovationsschecks bei Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, gestellt haben. Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf das Innovationsverhalten der Förderkundschaft und den Vergleich mit anderen innovativen Schweizer Unternehmen, welche kein Gesuch bei Innosuisse eingereicht haben.

Weshalb wird Innovationsförderung beantragt?

Bei den Motiven für die Einreichung eines Förderantrags zeigt sich über alle Unternehmen ein ähnliches Bild. Nebst finanziellen Aspekten sind die Schaffung und Nutzung von Marktchancen, die Beschleunigung des Innovationsprozesses sowie der Zugang zu Wissen wichtige Gründe.

Überlegen Sie sich, ob und wie auch Sie für Ihre Projekte Förderung beantragen können? Unsere Innovationscoaches beraten und unterstützen Sie dabei!

Welche Unternehmen erhalten Unterstützung von der Innosuisse?

Aus den Antworten der befragten Unternehmen lassen sich drei Merkmale herauskristallisieren, welche die von der Innosuisse geförderten Firmen auszeichnen.

  1. Insbesondere innovationsstarke Unternehmen profitieren von der Förderung. Die Erhebung zeigt auf, dass 80 Prozent der Förderkunden als innovativ eingestuft werden, gegenüber 64 Prozent im Hightech-Sektor und 33 Prozent in der Gesamtwirtschaft gemäss den Zahlen der KOF Innovationserhebung. Es handelt sich dabei um Unternehmen, deren Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) gemessen am Umsatz vergleichsweise hoch sind. 
  2. Weiter zeigt sich, dass Innosuisse tendenziell risikoreichere Innovationsprojekte unterstützt. Somit hilft die Förderagentur den Unternehmen, ihre Innovationsrisiken zu tragen. Hier schätzen die Unternehmen den Nutzen der Förderung denn auch als sehr hoch ein.
  3. Von der Innosuisse unterstützte Unternehmen sind effizienter in der Umsetzung ihrer F&E-Bemühungen in neue und kommerziell erfolgreiche Produkte oder Dienstleistungen. Sie sind mit den eingesetzten Mitteln überdurchschnittlich erfolgreich mit ihren Innovationen.

Wie ordnen wir diese Ergebnisse ein?

Die Erhebung bestätigt erneut die fortschreitende Differenzierung in Unternehmen, die aktiv in Innovation investieren und denen, die eine reaktive Position einnehmen. Besonders hemmend für KMU wirken sich die hohen Kosten, oft verbunden mit einer langen Amortisationsdauer, sowie das mit innovativen Produkten verbundene hohe Entwicklungsrisiko aus.

Zunehmend bauen Unternehmen in ihren Bestrebungen, marktdifferenzierende Innovation zu erzeugen, den Anteil an Prozessinnovationen weiter aus. Bedeutend für diesen Trend konnte die Erhebung feststellen, dass der Anteil der Unternehmen die mit einer Prozessinnovation eine Produktionskostensenkung realisieren konnten, seit 2014 gesunken ist und sich nun bei unter 40% befindet (zum Vergleich 1999 ca. 65%).

Die Ergebnisse der Studie zu Innosuisse zeigen zudem auf, dass diese Förderung grundsätzlich wirkt. Die Zusammenarbeit mit einem Wissenschaftspartner ist für die Antragssteller jedoch kein Selbstläufer. Die Basis für ein erfolgreiches Förderprojekt wird zuvor im Unternehmen gelegt. Mit einer am Kundennutzen ausgerichteten Innovationsstrategie können diejenigen Projekte identifiziert werden, welche für die Firma eine beherrschbare Balance zwischen Risiko und Potenzial bieten. Mit der Förderung von Innosuisse kann diese Balance weiter stabilisiert werden, indem mit den geeigneten Partnern zusammengespannt wird.

Wir unterstützen Sie bei Ihrem Innovationsprozess!

Swissmem unterstützt diese Entwicklung der F&E-Partnerschaften mit der bereits lancierten Kampagne «Industrie 2025». Zusätzlich wird Swissmem für ihre Mitglieder in diesem Jahr eine Innovationskampagne starten, die speziell auf die Bedürfnisse von KMU ausgerichtet ist. Ziel der Innovationskampagne ist es, die KMU zu unterstützen, den für sie richtigen Innovationsprozess zu finden, mögliche Partnerschaften aufzuzeigen und in Folge neue Produktideen zu entwickeln und neue Märkte erfolgreich zu erobern.

Selbstverständlich unterstützt Swissmem ihre Mitglieder weiter in der Planung und Erstellung von Innosuisse-Fördergesuchen durch unsere Innovationscoaches.  

Impulsprogramm «Innovationskraft Schweiz»

Aufgrund der aktuellen Situation hat der Bundesrat im vergangenen November die Lancierung des Impulsprogramms «Innovationskraft Schweiz» durch Innosuisse beschlossen. Mit erleichterten finanziellen Bedingungen bei der Projektförderung sollen Unternehmen ihre Innovationskraft während der Pandemie aufrechterhalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern. Weitere Informationen

KOF Erhebung 2020 zur Förderkundschaft von Innosuisse

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