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Lieferketten: China-Risiken besser verstehen

Ein neues Forschungs- und Zusammenarbeitsprojekt unterstützt Schweizer KMU dabei, ihre Abhängigkeiten von China besser einschätzen zu können und Lieferketten resilienter zu gestalten. KMU aus der Tech-Industrie können sich als Industriepartner am Projekt beteiligen.

Globale Spannungen, neue Exportkontrollen und geopolitische Unsicherheit verändern die Rahmenbedingungen für Unternehmen. Besonders sichtbar ist dies im Handel mit China. Für viele KMU der Tech-Industrie ist China nicht nur Absatzmarkt, sondern auch eine wichtige Beschaffungsquelle für Komponenten, Materialien, Geräte und Elektronik.

China hat seine Exportkontrollregeln modernisiert und baut Restriktionslisten aus. Betroffen sind nicht nur Güter, sondern auch Forschung und Entwicklung, Lizenzen sowie auch der Datenaustausch. Damit steigt das Risiko für Sanktionen, Lieferverzögerungen, Compliance-Probleme oder Reputationsschäden.
Gerade für KMU ist die Lage anspruchsvoll. Viele Lieferketten laufen über mehrere Stufen. Nicht immer ist ersichtlich, ob kritische Vorprodukte, Materialien oder Technologien direkt oder indirekt aus China stammen. Viele Unternehmen können ihre Abhängigkeit von chinesischen Inputs nur begrenzt einschätzen und haben noch keine Massnahmen ergriffen.

Ziel: Risiken sichtbar machen

Wer seine Abhängigkeiten kennt, kann Risiken besser bewerten und die eigene Widerstandsfähigkeit stärken. Hier setzt ein neues Forschungs- und Zusammenarbeitsprojekt der Universität St. Gallen und der Fachhochschule Graubünden an, das sie gemeinsam mit Switzerland Global Enterprise und dem Swiss Business Hub China lancieren. Es soll Schweizer KMU unterstützen, ihre Exponierung gegenüber chinesischen Exportkontrollen und geopolitischen Risiken besser zu verstehen und gezielt zu steuern. Ziel ist es, wissenschaftliche Analysen und praktische Erfahrungen der Unternehmen zusammenzubringen. Daraus entstehen Orientierungshilfen zur Beurteilung von Abhängigkeiten, zur Stärkung der Lieferketten-Resilienz sowie zur Weiterentwicklung von Compliance- und Beschaffungsstrategien.

Vom Risiko-Check zu robusteren Lieferketten

Teilnehmende Firmen erhalten eine Analyse ihrer Exponierung gegenüber chinesischen Exportkontrollen und Handelsrestriktionen. Darauf aufbauend werden Empfehlungen erarbeitet, wie Lieferketten robuster gestaltet und Risiken im Umgang mit China besser gesteuert werden können. Zudem erhalten sie frühen Zugang zu Benchmarking-Erkenntnissen und Best-Practice-Modellen von S-GE und dem Swiss Business Hub China.
Gesucht werden Schweizer Unternehmen, die in China produzieren oder Waren, Komponenten, Materialien oder Vorprodukte aus China beziehen. Als Industriepartner bringen sie Erfahrungen zu Beschaffungsstrukturen ein, spiegeln EntwĂĽrfe der Projektergebnisse und stellen sicher, dass die Resultate praxistauglich und relevant sind. 
 

Webinar als Auftakt der Zusammenarbeit

Zum Auftakt findet am 10. September 2026 von 10.00 bis 11.00 Uhr ein Webinar statt. Vorgesehen sind erste Forschungsergebnisse, Markteinschätzungen von S-GE, eine Einführung in das Projekt sowie eine Diskussion zu Herausforderungen und Bedürfnissen betroffener Unternehmen.

Interessierte Unternehmen können sich bis 31. August 2026 fĂĽr eine potenzielle Teilnahme am Projekt melden. Aydın Yıldırım (aydinbaris.yildirimnoSpam@unisg.ch) von der Universität St. Gallen und Kerstin Klein (kerstin.kleinnoSpam@fhgr.ch) von der Fachhochschule GraubĂĽnden stehen fĂĽr Fragen gerne zur VerfĂĽgung. 

FĂĽr eine Registration zum Webinar nutzen Sie bitte folgenden Link:
https://fhgr.webex.com/weblink/register/r09d439487f386d3f119cb8601fc9698a

Veranstaltungen und Bildungsangebote

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Letzte Aktualisierung: 02.07.2026