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Leitzinserhöhung der SNB ist verständlich, trifft aber bestimmte MEM-Firmen negativ

Die Leitzinserhöhung um 0,5% Prozentpunkte durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist überraschend deutlich ausgefallen. Das hat unmittelbar zu einer, wenn auch moderaten, Aufwertung des Schweizer Frankens geführt.

Falls sich der Schweizer Franken nicht noch weiter aufwertet, dürften die Folgen für die meisten Firmen der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie verkraftbar sein. Dies weil beim bisherigen Eurowechselkurs von +/- 1.05 CHF/Euro kaum mehr währungsbedingte Wettbewerbsnachteile bestanden haben. Von dieser Einschätzung ausgenommen sind beispielsweise Firmen, die im langfristigen Projektgeschäft tätig sind oder als Zulieferfirmen die Aufwertung nicht mit höheren Preisen an die Kunden weitergeben können. Grundsätzlich sehen sich die Industriefirmen derzeit diversen Herausforderungen ausgesetzt, welche auf die eh schon knappen Margen drücken. Swissmem begrüsst es sehr, dass die SNB auch weiterhin bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren, um eine allzu starke Aufwertung des Schweizer Frankens zu vermeiden.

Swissmem hat Verständnis für diesen Schritt der SNB. Die Hauptaufgabe der SNB ist unbestritten, die Preisstabilität sicherzustellen. Wegen der markant gestiegenen Inflation und des Risikos eines weiteren Anstiegs muss einer Verstetigung der Inflation und einer Lohn-/Preis-Spirale vorgebeugt werden. Zudem trifft Inflation insbesondere Sparer und die sozial Schwächeren. Mit diesem Schritt werden die in der politischen Diskussion vorgeschlagenen staatliche Kompensationsmassnahmen aller Art obsolet.

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