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Mit nachhaltigen Lieferketten zum Erfolg

Die grössten Umwelteinwirkungen von Schweizer Unternehmen fallen in ihren vorgelagerten Lieferketten an. Trotzdem können Unternehmen einiges bewirken. Im Webinar von «Go for Impact» wurden Strategien aufgezeigt, Hilfsmittel erläutert und Praxisbeispiele geteilt. Wer es verpasst hat, kann es jetzt noch nachschauen.

Wer nachhaltig wirtschaften will, tut gut daran, sich auch mit der vorgelagerten Lieferkette zu befassen. Denn dort fallen meistens die grössten Umweltauswirkungen an. So die Botschaft des Vereins «Go for Impact» im Rahmen des am Dienstag durchgeführten Webinars zum Thema «Nachhaltige Lieferketten».

Für KMUs ist dies oft leichter gesagt als getan. Die Materialbeschaffung ist meist eine vielschichtige, komplexe und nicht selten auch globale Angelegenheit. Marc Bremgartner, Fachbereichsleiter Einkauf bei Ernst Schweizer AG lässt sich davon jedoch nicht abschrecken. In seiner Präsentation zeigte er eindrücklich auf, wie das familiengeführte Bauunternehmen seit Jahren ein konsequentes Material- und Lieferantenmanagement betreibt und dadurch nicht nur signifikant CO2 einspart, sondern auch eine Firmenkultur geschaffen hat, die den Nachhaltigkeits-Spirit lebt.

Unternehmen, welche den Einstieg ins nachhaltige Lieferkettenmanagement suchen, empfiehlt er, mit kleinen Schritten zu beginnen und sich auf die Bereiche zu fokussieren, die eine grosse Hebelwirkung haben. Auch eine offene und transparente Kommunikation mit den Lieferanten ist Bremgartner wichtig. Mit einigen pflegt Ernst Schweizer AG seit über 25 Jahren eine enge Geschäftsbeziehung. «Wenn man zusammen ein Ziel hat, findet man in der Regel auch einen Weg», ist Bremgartner überzeugt.

Auch das Schweizer Uhrenunternehmen Mondaine Watch gehört eher zu den Kleinen in der Branche. Andre Bernheim, VR Mondaine Group, sieht darin keinen Nachteil, sondern vielmehr Potenzial: «Wenn wir es schaffen, heisst das, die Grossen schaffen es auch», so der engagierte Unternehmer. In einem kürzlich realisierten Filmporträt von «Go for Impact» zeigt er auf, mit welchen Schwierigkeiten er manchmal zu kämpfen hat und welche Erfolge es dennoch schon zu feiern gab. Seit 2020 ist Mondaine als einer der ersten Uhrenhersteller offiziell klimaneutral.

Thomas Zumbühl, Senior Consultant bei BSD Elevate, empfiehlt Unternehmen, die den Einstieg ins nachhaltige Lieferkettenmanagement suchen, grundsätzlich vier Dinge: Hotspots identifizieren und Transparenz schaffen, die Lieferantenbeziehungen verstärken, Ziele und Massnahmen definieren sowie den Erfolg messen und auch kommunizieren.

Hilfestellung können auch die «Supply Chain Tools» bieten – eine Sammlung von Leitfäden, Tools und weiteren Hilfsmitteln. Sie wurden im Webinar vorgestellt und stehen allen Interessierten kostenlos zur Verfügung: https://supplychaintools.go-for-impact.ch/

Haben Sie das Webinar verpasst? Kein Problem. Hier können Sie die Aufzeichnung nachschauen: https://youtu.be/tcecRrUctjM

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