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Eine wirtschafts- und sozialvertr√§gliche Migration f√ľr die Schweiz

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Die Schweiz hat seit jeher stark von der Zuwanderung von unternehmerisch denkenden Personen sowie ausgewiesenen Spezialisten profitiert. F√ľr die Zukunft der Schweiz ist es essentiell, dass diese Migration m√∂glich bleibt.

Die Arbeitsleistung der Ausl√§nderinnen und Ausl√§nder hat in der Vergangenheit das Wachstum und den Wohlstand in der Schweiz gest√ľtzt, wesentlich zum Erfolg unserer Industrie beigetragen und die drohenden Defizite der AHV hinausgeschoben. Der wichtigste Beitrag der Immigration ist der Zufluss an Wissen und K√∂nnen. Dar√ľber hinaus mindert sie auch die Nebeneffekte des demographischen Wandels. So werden in elf technischen Berufsfeldern in den n√§chsten f√ľnf Jahren 100‚Äė000 Personen pensioniert, w√§hrend nur 25‚Äė000 aus dem Nachwuchs nachr√ľcken. Die Unternehmen sind darauf angewiesen, die besten Spezialisten aus der ganzen Welt in ihren Reihen zu haben, wenn sie an der Weltspitze bleiben wollen. Es muss f√ľr sie k√ľnftig m√∂glich bleiben, qualifizierte Arbeitskr√§fte aus dem Ausland zu rekrutieren, wenn sie diese im Inland nicht finden.

Swissmem setzt sich deshalb f√ľr eine wirtschafts- und sozialvertr√§gliche Migration ein, welche die Schweizer Gegebenheiten ber√ľcksichtigt. Folgende Massnahmenpakete sollen diese d√§mpfen:

1. Nutzung des inländischen Potentials

Das inl√§ndische Potential kann und muss noch besser genutzt werden. Das gilt insbesondere f√ľr √ľber 50-j√§hrige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Junge, Frauen und Geringqualifizierte. Swissmem hat dazu eine Fachkr√§ftestrategie f√ľr die MEM-Industrie entwickelt, deren Umsetzung sie in Zusammenarbeit mit den Mitgliedfirmen konsequent verfolgt.

2. Verbesserungen beim Vollzug der Ausländergesetzgebung und Verhinderung von Einwanderung in die Sozialwerke

Der Spielraum, den das Personenfreiz√ľgigkeitsabkommen sowie die √ľbrige Ausl√§ndergesetzgebung bieten, muss besser genutzt werden. Das gilt insbesondere bez√ľglich des Zuganges zu unseren Sozialsystemen. Die Kantone m√ľssen hinsichtlich einer einheitlichen und konsequenten Praxis unterst√ľtzt werden. Aus unserer Sicht sind jedoch keine zus√§tzlichen flankierenden Massnahmen notwendig.

3. Inl√§ndervorrang f√ľr bestimmte Berufsgruppen

Im Sinne der erw√§hnten Kombination sollen zus√§tzlich bei bestimmten Berufsgruppen regional ab sofort inl√§ndische Arbeitskr√§fte bei der Stellenvergabe bevorzugt werden. Swissmem bef√ľrwortet dahingehend die Pflicht, von den regionalen Arbeitsvermittlungszentren vermittelte Personen zu pr√ľfen. Denkbar w√§re auch, dass Absagen begr√ľndet werden m√ľssen. Obligatorische Vorstellungsgespr√§che halten wir hingegen f√ľr nicht notwendig.

Die Fokussierung auf die drei genannten Massnahmenpakete ist der beste Weg, wie die Zuwanderung gesteuert werden kann, ohne die Bilateralen zu verlieren und eine √ľberm√§ssige B√ľrokratie aufzubauen. Sollten sie zu wenig steuern, k√∂nnte sich Swissmem eine zus√§tzliche Versch√§rfung vorstellen: Dabei w√§re der Bundesrat zu erm√§chtigen, befristet ‚Äď und im Zweifelsfall unilateral ‚Äď Abhilfemassnahmen zur Senkung der Zuwanderung zu ergreifen.

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Letzte Aktualisierung: 05.10.2016