Startseite Mediencorner Medienmitteilungen Bilateralen Weg sichern: Swissmem begrĂĽsst Bundesrats-Entscheid
Ansprechpartner  Noé Blancpain Noé Blancpain
Bereichsleiter Kommunikation und Public Affairs
+41 44 384 48 65 +41 44 384 48 65 n.blancpainnoSpam@swissmem.ch
Teilen

Bilateralen Weg sichern: Swissmem begrĂĽsst Bundesrats-Entscheid

Die heutige Verabschiedung der Eckwerte für ein Verhandlungsmandat mit der EU ist eine wichtige Etappe zur Sicherung des Bilateralen Wegs. Die in den Sondierungen erzielten Fortschritte müssen nun rasch genutzt werden: mit einem Verhandlungsmandat bis Ende Jahr und einer Einigung bis im Sommer 2024. Beim Lohnschutz zeichnet sich eine Verhandlungslösung ab, die das heutige Schutzniveau sichert. Zusätzliche inländische Massnahmen, welche den Arbeitsmarkt einschnüren würden, sind unnötig – Swissmem lehnt sie entschieden ab.

Der schleichend erodierende Markzugang und die andauernde Unsicherheit ĂĽber die Zukunft der Beziehungen zur Europäischen Union sind Gift fĂĽr die Schweizer Tech-Industrie (MEM-Industrie und verwandte Technologiebranchen). Der europäische Markt ist fĂĽr die Branche mit ihren rund 330'000 Mitarbeitenden bei weitem der wichtigste – ĂĽber 55% der Exporte gehen in die Staaten der EU. Die Unternehmen sind auf Zugang zum riesigen Binnenmarkt, die Rekrutierung von Fachkräften und die Teilnahme an Forschungs- und Innovationsprojekten (u.a. Horizon, Copernicus) angewiesen.  

Vertragsabschluss bis Sommer 2024 nötig

Auch der Abschluss von neuen Abkommen, gerade im Strombereich, ist von grosser Bedeutung: Ab 2026 müssen die EU-Mitglieder 70 Prozent ihrer Netzelemente für den Handel zwischen den EU-Ländern reservieren. Damit droht ohne Stromabkommen der Schweiz bei Schwierigkeiten bei der inländischen Produktion im Winter eine Mangellage.

Swissmem ist aus diesen GrĂĽnden erfreut, dass die Sondierungsgespräche und technischen Beratung in den vergangenen Monaten deutliche Fortschritte brachten. Der Verband der Schweizer Tech-Industrie unterstĂĽtzt den Bundesrat dabei, noch vor Ende Jahr ein Verhandlungsmandat zu verabschieden und danach rasch einen Vertragsabschluss anzustreben. Dieser muss im Sommer 2024 – vor den EU-Wahlen – stehen.  

Keine zusätzlichen Flankierende Massnahmen (FlaM)

Es gibt deutliche Anzeichen: Die EU ist bereit, im Abkommen mit der Schweiz das heutige Niveau beim Lohnschutz zu sichern – mit völkerrechtlich zugesicherten Garantien zum Schutz der Eigenheiten des Schweizer Arbeitsmarkts und ĂĽber eine Nicht-RĂĽckschrittklausel. Beides unterstĂĽtzt Swissmem, ebenso wie die nun auch von den Gewerkschaften befĂĽrworteten Digitalisierung der FlaM-Kontrollen. Mit dieser Ausgangslage gibt es keinerlei Grund fĂĽr zusätzliche inländische Massnahmen. Swissmem wird fĂĽr eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen keine Hand bieten.  


Weitere AuskĂĽnfte erteilen:

Ivo Zimmermann, Leiter Kommunikation
Tel. +41 44 384 48 50 / Mobile +41 79 580 04 84
E-Mail i.zimmermannnoSpam@swissmem.ch

Philippe Cordonier, Responsable Suisse romande
Tel. +41 21 613 35 85 / Mobile +41 79 644 46 77
E-Mail p.cordoniernoSpam@swissmem.ch

War dieser Artikel lesenswert?

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Letzte Aktualisierung: 21.06.2023