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5 Fragen zum Start an Martin Hirzel

Der neue Präsident nimmt Stellung zu seinen Zielen, Anliegen und was für ihn die Schweizer Industrie ausmacht.

Seit Anfang 2021 sind Sie neuer Präsident von Swissmem. Weshalb übernehmen Sie dieses Amt?

Martin Hirzel: Nach über 20 Jahren operativer internationaler Karriere, spüre ich grosse Lust mitzugestalten, wenn es um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unseres Werk- und Denkplatzes Schweiz geht. Spätestens seit ich ein Jahrzehnt im Ausland lebte und arbeitete, habe ich die funktionierende Sozialpartnerschaft, das liberales Arbeitsrecht und die offene Volkswirtschaft, wie wir sie in der Schweiz haben, schätzen gelernt. Dafür lohnt es sich einzustehen.

Welches sind Ihre Ziele als Präsident von Swissmem?

Ganz aktuell geht es darum, unsere Mitgliedfirmen in der Corona-Krise mit unseren Dienstleistungen und unserem Netzwerk zu unterstützen. Dafür zu kämpfen, dass die Industrie auch zukünftig profitabel in der Schweiz produzieren kann. Nicht nur, weil die Branche für 320 000 Menschen Arbeit bietet und 20 000 Lernende ausbildet. Sie entwickelt und produziert die Innovationen, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und gleichzeitig eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus zu ermöglichen.

Sie erwähnen das Erfolgsmodell der Schweizer Industrie. Wie wollen Sie dieses konkret stärken?

An erster Stelle steht für mich das duale Bildungssystem. Der Königsweg der Berufslehre, den ich selber beschritt, will ich stärken. Eine weitere Passion ist die Digitalisierung. Ich versuchte immer, Probleme in der Produktion oder im Büro mit modernen, digitalen Tools zu lösen und dabei selbstverständlich die Mitarbeitenden aktiv im Prozess einzubeziehen. Schliesslich ist es mir ein Anliegen, mehr Frauen für unsere Branche zu begeistern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Ich holte in meiner Karriere konsequent Frauen ins Management und lernte dabei, dass es einen Extra-Effort braucht, um mehr Diversität auf allen Stufen des Unternehmens zu leben. Das hat sich für alle langfristig immer ausbezahlt.

Wie werden Sie sich politisch für die Industrie einsetzen?

Meine Rolle ist nicht primär politisch motiviert. Mein Ziel ist es, der MEM-Industrie eine glaubwürdige Stimme zu geben. Und ich freue mich gleichzeitig auf einen fruchtbaren Austausch mit der Politik, wo ich meine Industrieerfahrung einbringen will. Erster Meilenstein ist die anstehende Volksabstimmung über das Freihandelsabkommen mit Indonesien. Es ist für die Industrie von grossem Vorteil, weil es Zölle und andere Handelshemmnisse abbaut, um so Zugang zu diesem rasch wachsenden Markt für unsere KMUs zu schaffen. Ich werde mich in der Öffentlichkeit stark für ein JA am 7. März 2021 engagieren.

Wann besteht Gelegenheit, mit Ihnen in Kontakt zu treten?

Es ist mir wichtig, möglichst viele Mitglieder von Swissmem in den nächsten Wochen und Monaten persönlich kennen zu lernen, den Kontakt zu den Betrieben zu pflegen und sie in allen Landesteilen zu besuchen. Auch möchte ich die Firmen in die weitere Entwicklung unseres Verbands einbinden. Eine Gelegenheit dazu bietet der Industrietag vom 24. Juni 2021 in Lugano. Ich lade alle herzlich ein, sich das Datum in der Agenda zu reservieren und im Juni ins Tessin zu kommen. Gerne kann man mich für ein Gespräch auch persönlich kontaktieren.

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