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Innovationsföderung 2026: Der Navigator für Industrieunternehmen

Innovationsförderung ist kein Selbstzweck, sondern ein Management-Hebel: Sie reduziert Entwicklungsrisiken, beschleunigt den Wissens- und Technologietransfer und öffnet Türen zu Partnern, Testinfrastrukturen und neuen Märkten. Entscheidend ist die Passung zwischen Zielbild, Reifegrad (TRL), Partnerbedarf und Internationalisierungsstrategie.

Der folgende Innovations-Navigator zeigt, welche Instrumente in welcher Phase den grössten Hebel entfalten – von der Idee bis zur internationalen Skalierung.

1) Regional starten: Regionale Innovationssysteme (RIS)

Wenn Sie eine Idee schärfen, passende Partner identifizieren oder rasch Umsetzungsunterstützung in der Region brauchen, sind RIS der schnellste Einstieg. RIS sind regional verankert und verbinden Unternehmen, Hochschulen/Forschungsstellen und Netzwerke – pragmatisch und industrieorientiert. Hier eine Karte mit Überblick: Karte der Regionen | Regionalentwicklung | regiosuisse

2) National skalieren: Innosuisse als Kerninstrument

Innosuisse bleibt der wichtigste nationale Förderanker für KMU und innovationsgetriebene Unternehmen. 

Ein niederschwelliger Start ist der Innovationsscheck: Innosuisse finanziert 100% der Kosten des Forschungspartners bis CHF 15’000 für eine Vorstudie (Machbarkeit, Konzept, Markt-/Innovationspotenzial). (innosuisse.admin.ch)

Sobald es in die Entwicklung geht, sind Innovationsprojekte mit Umsetzungspartner (Unternehmen + Forschungspartner) zentral. Für die Budgetierung wichtig: Der Umsetzungspartner trägt typischerweise 40-60% der Gesamtprojektkosten selbst, dazu kommt ein Cash-Beitrag an den Forschungspartner; Projekte dauern häufig 6-36 Monate. (innosuisse.admin.ch)

Flankierend unterstützt das kostenlose Innovationsmentoring bei Problemstatement, Partnerwahl und Antrag. (innosuisse.admin.chAuch die Wirkung ist belastbar belegt: Eine KOF-Studie zeigt, dass durch Innosuisse geförderte Unternehmen im Durchschnitt stärker wachsen (u.a. Umsatz und Beschäftigung) als vergleichbare Firmen ohne Förderung. (innosuisse.admin.ch)

3) Internationalisieren: EUREKA/Eurostars

Wenn Sie internationale Entwicklungs- oder Vermarktungspartner brauchen, ist Eurostars (EUREKA) ein sehr marktnahes Kooperationsprogramm. Für die Schweiz (Eurostars Call September 2025) gilt u.a.: KMU bis 50% Zuschuss, Grossunternehmen bis 25% (je Partner, nach nationalen Regeln). (Eureka Network)

Als Navigationshilfe lohnt sich Euresearch (Schweizer Guide/NCPs) für Programmauswahl, Partnering und Antragssupport. (Euresearch)

4) EU-Programme wieder voll nutzen: Horizon Europe & EIC

Die zentrale Aktualität: Das EU-Programmauskommen (EUPA) wurde am 10. November 2025 unterzeichnet; die Schweiz ist rückwirkend per 1. Januar 2025 an Horizon Europe, Euratom und Digital Europe assoziiert, die Finanzierung erfolgt wieder direkt durch die Europäische Kommission. (sbfi.admin.ch)

Damit ist für KMU insbesondere der EIC Accelerator wieder regulär zugänglich (keine neue Swiss-Accelerator-Ausschreibung vorgesehen). (innosuisse.admin.ch)

Nach Abschluss der Validierung hat die Schweiz zudem vollen Zugang zu strategischen Bereichen in den Arbeitsprogrammen 2025 sowie 2026-2027 (z.B. Cluster 4 inkl. AI/Quantum); einzelne Space-Calls bleiben EU/EEA vorbehalten. (sbfi.admin.ch)

Praxisorientierte Förderlogik (Faustregel)

Vorstudie (Innovationsscheck) ➡️  kooperatives Entwicklungsprojekt (Innosuisse/Eurostars)  ➡️ Skalierung/Internationalisierung (Horizon Europe/EIC). 

Weitere Informationen

Swissmem unterstützt Mitgliedfirmen bei der Orientierung in der Förderlandschaft und beim gezielten Match-Making.

Dr. Marvin Schuster
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Letzte Aktualisierung: 16.01.2026