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EU-Vernehmlassung zu PFAS

PFAS (per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen) sind technisch höchst relevante Substanzen. Aufgrund problematischer Eigenschaften gewisser Vertreter dieser grossen Gruppe sollen sie stark reguliert werden. Aktuell läuft zum Einschränkungsvorschlag in der EU eine Vernehmlassung.

Die EU hat 2023 eine weitreichende Einschränkung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) vorgeschlagen. Dabei handelt es sich gemäss OECD um eine Gruppe von etwa 10'000 Substanzen. Zwar sind befristete Ausnahmen fĂĽr gewisse Substanzen vorgesehen, jedoch reichen diese nicht aus. FĂĽr eine Reihe von Anwendungen in der Tech-Industrie ist Stand heute keine gleichwertige Alternative bekannt. 

Swissmem setzt sich deshalb gegen eine generelle Einschränkung ein und favorisiert spezifische Einschränkungen, sofern ein Risiko erwiesen ist.

Nach wie vor ist aber eine umfassende Einschränkung mit zeitlich beschränkten Ausnahmen vorgesehen. Im März wurde die lange erwartete Vernehmlassung ĂĽber die Beurteilung des Komitees fĂĽr sozioökonomische Analyse (SEAC) eröffnet. Sie dauert nur 60 Tage, bis am 25. Mai 2026. Es ist die letzte Möglichkeit, sich ĂĽber die offiziellen Kanäle zur geplanten Einschränkung zu äussern. Danach wird der Vorschlag von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) finalisiert und der EU-Kommission ĂĽbergeben, die voraussichtlich 2027darĂĽber entscheiden wird. 

Falls für eine bestimmte Verwendung eines PFAS keine technisch und wirtschaftlich umsetzbare Alternative vorliegt, empfehlen wir einen Blick in das entsprechende SEAC-Dokument und das Einreichen einer Stellungnahme über die sozioökonomischen Auswirkungen der spezifischen Einschränkung. In diesem Fall ist frühzeitig ein Login zur Umfrageplattform EUSurvey zu erstellen.

Neben Angaben zum Unternehmen werden unter anderem Informationen zur spezifischen Verwendung gemäss «PFAS Use Mapping», eingesetzten Mengen, möglichen Alternativen und sozioökonomischem Einfluss eines Verbots erfragt.

 


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Swissmem hat die Mitgliedfirmen informiert und ein Webinar durchgefĂĽhrt. 
Webinar-Aufnahme und wichtige Unterlagen (im Swissmem-Extranet exklusiv fĂĽr Mitgliedfirmen).

FĂĽr Fragen steht Christine Roth (c.rothnoSpam@swissmem.ch) Mitgliedern zur VerfĂĽgung.

Weitere Informationen: PFAS - Zwischenstand aus Sicht der Tech-Industrie - Swissmem

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Letzte Aktualisierung: 11.05.2026