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Zwischen ETH und Industrie eine BrĂŒcke schlagen

Die Unternehmen der MEM-Industrie mĂŒssen sich ĂŒber Innovation ihre WettbewerbsfĂ€higkeit sichern. Die Schweiz verfĂŒgt mit der ETH ZĂŒrich ĂŒber eine international hochrangige und angesehene Forschungsinstitution. Also beste Voraussetzungen fĂŒr einen erfolgreichen Technologietransfer?

inspire – diesen verheissungsvollen Namen trĂ€gt eine Organisation, welche auf die Initiative von Swissmem zusammen mit Unternehmensvertretern 2004 ins Leben gerufen wurde. Das eigenstĂ€ndige und privatwirtschaftlich gefĂŒhrte Unternehmen setzt sich zum Ziel, das Know-how der ETH fĂŒr Unternehmen zugĂ€nglich zu machen und die MEM-Industrie bei Innovationsprojekten und Forschungsaufgaben zu unterstĂŒtzen. Der Fokus liegt dabei auf der Produktionstechnik.

Doch warum braucht es ĂŒberhaupt eine solche Transfereinrichtung? Weil hier zwei Welten aufeinandertreffen. Die ETH konzentriert sich auf die Grundlagenforschung und es sind die wissenschaftlichen Publikationen, welche ihren Ruhm ausmachen und den Ausschlag fĂŒr die Platzierung in internationalen Rankings geben. Der Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie steht nicht im Vordergrund. Auf der anderen Seite ist die MEM-Industrie fĂŒr ihre Innovationsvorhaben auf externes Wissen angewiesen. Insbesondere KMU verfĂŒgen oft nicht ĂŒber genĂŒgend eigene Ressourcen fĂŒr Forschung und Entwicklung. Gleichzeitig fehlen den Betrieben hĂ€ufig direkte Ansprechpersonen an der Hochschule. Hier schlĂ€gt inspire eine BrĂŒcke.

Und der Erfolg von inspire spricht fĂŒr sich. ZunĂ€chst dem ETH-Institut fĂŒr Werkzeugmaschinen und Fertigung angegliedert, hat das Unternehmen sein TĂ€tigkeitsgebiet laufend erweitert und fĂŒhrt heute sechs thematische Gruppen auf dem Gebiet der Produktionstechnik. Diese sind den jeweiligen ETH-Professuren zugeordnet und stehen unter deren fachlicher Aufsicht. inspire beschĂ€ftigt derzeit  ca. 60 Mitarbeitende, begleitet 70 Projekte und beschĂ€ftigt 24 Doktoranden. Einen betrĂ€chtlichen Teil der Finanzierung von inspire machen KTI-Projekte aus. Gerade dieser Aspekt kann fĂŒr KMU bedenkenswert sein, weil in solchen Projekten die Leistungen auf Forschungsseite finanziell abgedeckt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.inspire.ethz.ch.

FĂŒr Anfragen und weiterfĂŒhrende AuskĂŒnfte steht JĂŒrg Krebser, CEO inspire AG, zur VerfĂŒgung: +41 44 632 77 44, krebsernoSpam@inspire.ethz.ch.

Beispiel fĂŒr eine Forschungskooperation

Das Unternehmen E. Bruderer AG ist weltweit fĂŒhrend im Bereich Stanztechnik – weil es ihm immer wieder gelingt, mit Innovationen einen neuen Massstab zu setzen. Dabei setzt der Betrieb auch auf die Zusammenarbeit mit inspire. Zum Beispiel als es um die ProduktivitĂ€tssteigerung eines Stanzautomaten ging. Auf 2‘500 HĂŒbe pro Minute wollte man kommen; das war zu diesem Zeitpunkt nur möglich mit einer starken Begrenzung der Hubhöhe und der Inkaufnahme einer verringerten Lebensdauer der Lager im Triebwerk. Gemeinsam mit inspire analysierte man das Triebwerk, um den Einfluss der einzelnen Komponenten zu erkennen und zu prĂŒfen, inwieweit sich durch den Einsatz von Leichtbau mit CFK – umgangssprachlich Carbon – die Masse reduzieren lĂ€sst. Es stellte sich heraus, dass der Stössel, welcher das Werkzeug in der Stanzmaschine trĂ€gt, von grosser Bedeutung ist. Seine Masse konnte durch die Herstellung aus CFK um 70 Prozent reduziert werden. Und da im analysierten Triebwerk alle bewegten Massen durch Gegenmassen dynamisch ausgeglichen werden, wirkt sich jede TrĂ€gheitsreduktion praktisch doppelt aus. Mit diesem Projekt konnte der Nutzen und die Machbarkeit eines Leichtbautriebwerks fĂŒr Stanzautomaten nachgewiesen werden und fĂŒr das Unternehmen Bruderer ist damit die Basis fĂŒr weitere Produktentwicklungen gelegt.

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Letzte Aktualisierung: 05.07.2017