Die Tech-Industrie sagt NEIN: Stillstand statt Steuerung
Anlässlich der Vorstandssitzung bei der Bartholet Ropeways AG in Flums – einem weltweit führenden Unternehmen für Seilbahnsysteme und Maschinenbau – stand die Parolenfassung zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» im Fokus. Der Vorstand sprach sich nach einer eindrücklichen Führung durch die Produktion einstimmig gegen die Vorlage aus.
Darum sagt die Tech-Industrie entschieden NEIN:
- Die Initiative schafft Chaos: Während die Weltlage immer unberechenbarer wird, läutet diese Vorlage die nächste Unsicherheits-Stufe im eigenen Land ein. Mit ihren starren Automatismen zwingt sie ab einer Bevölkerungsgrösse von 10 Millionen den Bundesrat zur Kündigung der Personenfreizügigkeit und setzt damit die stabilen Beziehungen zu unserer wichtigsten Handelspartnerin, der EU, aufs Spiel. Für Unternehmen bedeutet das konkret: massive Hürden, mehr Bürokratie, ein Verlust an Planungssicherheit und vor allem an Fachkräften.
- Fachkräfte sind entscheidend für unseren Wohlstand: Die demografische Realität lässt sich nicht per Abstimmung aus dem Weg räumen: Schon heute gehen deutlich mehr Arbeitskräfte in Pension, als junge Menschen ins Berufsleben eintreten. Ohne qualifizierte Fachkräfte auch aus dem europäischen Ausland drohen Firmenwegzüge und ein massiver Verlust an Innovationskraft. Dies würde zu sinkenden Steuereinnahmen und schlussendlich zu einem spürbaren Wohlstandsverlust für die gesamte Bevölkerung führen.
- Am falschen Ort angesetzt: Die Initiative vermischt Arbeitsmigration mit Asylthemen. Fachkräfte sichern unseren Wohlstand, während die eigentlichen Probleme im Asylbereich liegen. Hier ist die Politik gefordert, durch eine konsequente Umsetzung der Gesetze Ordnung zu schaffen, anstatt die für die Wirtschaft lebensnotwendige Arbeitsmigration abzuwürgen. Negative Begleiterscheinungen des Wachstums etwa im Wohnungswesen müssen mit vernünftigen, liberalen Massnahmen gelöst werden.
- Politik per Abrissbirne: Anstatt gezielt zu steuern, setzt die Initiative auf starre Automatismen ab einer fixen Zahl, ohne jede sinnvolle Differenzierung. Wer bei Erreichen einer statistischen Schwelle die wirtschaftliche Abrissbirne schwingt, betreibt keine seriöse Politik, sondern entfacht Chaos.
Diese Initiative löst kein Problem – sie schafft lediglich neue Probleme. Sie gefährdet die Altersvorsorge und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz. Deshalb engagiert sich Swissmem für ein NEIN am 14. Juni 2026.
