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Gute Rahmenbedingungen – entscheidend für Arbeitsplätze und Wohlstand

Die Schweizer MEM-Industrie exportiert 80 Prozent ihrer Erzeugnisse und ist somit permanent dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Trotz hohem Preis- und Kostenumfeld sowie ungünstiger Währungssituation konnte sie sich stets behaupten. Damit MEM-Industrie auch künftig in der Schweiz Wertschöpfung erbringen und Arbeitsplätze schaffen kann, ist sie auf gute wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen angewiesen.

Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen müssen es den MEM-Unternehmen ermöglichen, vom Standort Schweiz aus international wettbewerbsfähig agieren zu können. Wichtige Faktoren dafür sind:

  • Ein liberaler Arbeitsmarkt
  • Ein möglichst hindernisfreier Zugang zu den Weltmärkten
  • Ein effektiver Wissens- und Technologietransfer

Den liberalen Arbeitsmarkt erhalten

Der liberale Arbeitsmarkt ist eine der grossen Stärken der Schweiz. Er ist einer der Gründe für die tiefe Arbeitslosigkeit. Der liberale Arbeitsmarkt stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit der MEM-Industrie und darf nicht einschränkt werden.

Freihandel fördern

Die stark exportorientierte MEM-Industrie ist ständig gefordert, Marktchancen in etablierten und neuen Märkten aufzuspüren und zu nutzen. Voraussetzung dafür ist ein möglichst hindernisfreier Zugang zu den Weltmärkten.

Die Schweiz verfügt über die bilateralen Verträge mit der EU, welche den Zugang zum europäischen Binnenmarkt garantieren. Hinzu kommen rund 30 Freihandelsabkommen mit rund 40 Partnerstaaten ausserhalb der EU. Dieses Vertragsnetz muss laufend erweitert und vertieft werden. Im Fokus stehen die USA, der Mercosur und Indien. Die Aufgabe mit höchster Priorität ist jedoch, den ausgezeichneten Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu erhalten.

Effektiver Wissens- und Technologietransfer sicherstellen

Innovation ist das Lebenselixier der Schweizer MEM-Industrie und primär Aufgabe der Unternehmen. Der Staat kann aber mit der Grundlagenforschung an den Hochschulen und durch angewandte Forschung an den Fachhochschulen einen wichtigen Beitrag leisten. Diese Forschungsresultate schaffen aber nur dann einen Nutzen, wenn sie integriert in neue Produkte oder Dienstleitungen auf den Markt zu kommen. Dafür braucht es einen raschen und effektiven Wissens- und Technologietransfer (WTT) von den Hochschulen in die Unternehmen.

Keine Industriepolitik notwendig

Die Schweiz war bezüglich einer staatlichen Industriepolitik in der Vergangenheit immer sehr zurückhaltend. Damit ist sie gut gefahren. Ausländische Beispiele wie Frankreich zeigen, dass Industriepolitik nicht die Stärkung der Industrie, sondern langfristig das Gegenteil bewirkt: Die Unternehmen verlieren ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die Folgen sind Deindustrialisierung und Verlust von Arbeitsplätzen. Deshalb hält Swissmem nichts von einer staatlichen Industriepolitik.

 

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Letzte Aktualisierung: 04.12.2018