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«In wenigen Jahren wird umati in der Fertigung allgegenwärtig sein»

Das Unternehmen Agathon AG ist als Corporate Partner aktiv an der Entwicklung der universellen Schnittstelle umati beteiligt. Wir haben CTO Dr. Stephan Scholze nach seinen Erfahrungen gefragt.

Wie kam es dazu, dass Sie umati als relevante Entwicklung ansehen?

Dr. Stephan Scholze: Die Vernetzung unserer Werkzeugmaschinen war einer der ersten Schritte in der Umsetzung unserer Digitalstrategie. Ganz zu Beginn unserer Bestrebungen war noch gar nicht klar, welches Kommunikationsprotokoll sich durchsetzen wird. Heute wissen wir, dass OPC-UA das Rennen gemacht hat. Im Gespräch mit verschiedenen Kunden haben wir dann erlebt, dass immer wieder dieselben Fragen zu den Data-Items angesprochen wurden. Hier ist umatiI eine grosse Hilfe. Durch die Standardisierung der Struktur und Semantik der Data-Items wissen alle Beteiligten genau um was es geht.

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Was sind Ihre bisher wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnisse?

Dr. Stephan Scholze: Die wichtigste Erfahrung hatten wir während des umati Showcases an der EMO 2019. Zu sehen, wie viele unterschiedliche Hersteller sich erfolgreich am Showcase beteiligt haben, hat mich beindruckt. Da haben wir erkannt, dass umati ein grosses Momentum entwickelt hat und sich durchsetzen kann.

Natürlich entwickelt sich umati noch und der Aufwand, dem Standard zu folgen darf nicht unterschätzt werden. Wenn über den Preis diskutiert wird, bleibt der Aufwand für Entwicklung und Wartung beim Hersteller häufig unberücksichtigt.

Was sind Ihrer Meinung nach die wesentlichen Elemente für eine erfolgreiche Implementierung von umati?

Dr. Stephan Scholze: Natürlich braucht es das entsprechende Know-how für die Implementierung in der Maschinen-Software. Darüber hinaus braucht es aber auch ein gutes IT-Verständnis, bereits im Beratungsgespräch mit den Kunden. umati und andere digitale Produkte im Maschinenbau werden nicht nebenher mitverkauft.

Was würden Sie Unternehmen raten, die einen Einstieg in umati prüfen?

Dr. Stephan Scholze: Unbedingt machen. Europa hat hier einen Standard vorgelegt, der in wenigen Jahren in der Fertigung so fundamental und allgegenwärtig sein wird wie heute HTML im Internet.

Zur Person

Dr. Stephan Scholze ist CTO der Agathon AG und aktiv an der Entwicklung der universellen Schnittstelle umati beteiligt.

Agathon ist ein international führender Entwickler und Hersteller von Spezialschleifmaschinen und seit 2017 auch im Bereich Laserbearbeitungsmaschinen tätig. Agathon Werkzeugmaschinen werden rund um die Uhr für die Herstellung von Wendeschneidplatten eingesetzt. Ein weiteres Standbein ist die Herstellung von Normalien für Stanzwerkzeuge, den Formen- und Maschinenbau. www.agathon.ch

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Letzte Aktualisierung: 03.07.2020, Gabriela Schreiber